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15 Jahre QM Schillerpromenade

Staatssekretär Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, QM Teamleiter Gunnar Zerowsky und Baustadtrat Blesing
Die noch verhüllten Tafeln
Staatssekretär Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup bei der Enthüllung

15 Jahre Kiezentwicklung, Projekte und BürgerInnenbeteiligung im Schillerkiez gab es am 19.9.2014 auf einem Empfang zu feiern, zu dem das QM-Team der Schillerpromenade eingeladen hatte. Zum Gratulieren waren der Staatssekretär der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, der Bezirksstadtrat für Bauen, Natur und Bürgerdienste, Thomas Blesing und Michael Schipper, der Geschäftsführer der Brandenburgischen Stadterneuerungsgesellschaft gekommen. In seinem Grußwort bemerkte Thomas Blesing, es sei so viel Prominenz vor Ort, dass er gar nicht alle persönlich begrüßen könne.

Rund 50 Menschen waren zum Feiern zusammengekommen, darunter auch die ehemaligen QM-Teamleiterinnen Ilse Wolter und Kerstin Schmiedeknecht. Auch der Gebietskoordinator Lars Flörke und Ute Krüger von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sowie der Wahlkreisabgeordnete Erol Özkaraca gratulieren.

Und tatsächlich gab es jede Menge zu Feiern: Stadtteilmütter, Bürgerzentrum, Hausaufgaben- und Lernhilfe, Elternschule, Familienzentrum Karlsgartenstraße, Kiezfeste, Nachbarschaftscafe Warthe-Mahl, Interkulturelles Zentrum Genezareth, Integrationsprojekt, Lesepaten, Woche des Besuchs und vieles mehr. Als eines der ersten Quartiersmanagementgebiete in Berlin war das QM Schillerpromenade 1999 eingerichtet worden. Staatssekretär Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup zog denn auch eine positive (Zwischen-) Bilanz der letzten 15 Jahre: Das QM habe auch Durststrecken aufgefangen und immer die Frage gestellt, was nötig sei für den Kiez und seine BewohnerInnen um Probleme miteinander anzugehen.

Baustadtrat Blesing verwies in seinem Grußwort auf die neuste stadtpolitische Entwicklung: Erst zwei Tage vor der festlichen Zusammenkunft hatte die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung hat den Antrag zur Einleitung von Voruntersuchungen zum Milieuschutz für den Reuter- und den Schillerkiez angenommen. Dies sei ein "Signal an die Mieter" und ein "kleiner Meilenstein für die Schillerpromenade".

Staatssekretär Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup bei der Enthüllung
Staatssekretär Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup und Baustadtrat Blesing bei der Enthüllung der Tafeln

Rund 12 Millionen Euro sind in den vergangenen 15 Jahren in bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur sowie in diverse soziokulturelle Projekte an der Schillerpromenade geflossen. Michael Schipper wies darauf hin, dass Quartiersarbeit auch harte Arbeit sei, da große Empfindsamkeiten, viele Wahrheiten und verschiedenste Interessen zu berücksichtigen seien. Er Bedankte sich vor allem auch für die ehrenamtliche Mitarbeit der Anwohner. Quartiersmanager Gunnar Zerowsky beschrieb das Glück in einem Kiez zu arbeiten, der im Wandel sei und durch seine Diversität ein echtes "Tor zur Freiheit" werden könne. Nach diesen Grußworten wurden die drei neuen Tafeln der Dauerausstellung zur Geschichte des QM im Vor-Ort-Büro enthüllt. Außerdem wurde die Multimediastation zur Geschichte des Hauses Oker Ecke Hermannstraße eingeweiht. 

Kerstin Schmiedeknecht, Gunnar Zerowsky und Ilse Wolter
Das aktuelle QM-Team: Oliver Heimes, Garip Alkas, Gunnar Zerowsky
Vor den Grußworten
Krüger, Blesing, Schipper, Wolter, Schmiedeknecht
Im Gespräch
Im Gespräch
Sozialstadtrat Bernd Sczepanski, Corinna Tell vom Stadtplanungsamt und Baustadtrat Thomas Blesing
Ilse Wolter, Ute Krüger, Gunnar Zerowsky und Michael Schipper

In einem anschließenden Talk sprach Gunnar Zerowsky mit den ehemaligen QM-Teamleiterinnen Ilse Wolter und Kerstin Schmiedeknecht über Vergangenheit und Zukunft des Quartiers. Wolter betonte, dass es heute nicht mehr die gleichen Probleme gebe, der akute Wohnungsmangel neu sei, wohingegen sich die Armutsproblematik gebessert habe. Am Anfang habe es in der QM-Arbeit "mehr Spielraum und weniger bürokratischen Aufwand" gegeben, erzählte sie. "Angstfrei auf Verwaltung und Behörden zugehen" sei das Wichtigste bei der QM-Arbeit, erinnerte sich Schmiedeknecht an ihre Zeit in der Schillerpromenade. Wenn man seine Aufgabe ernst nehme, mache man sich aber auch nicht nur Freunde. Die Anerkennung der Stadtteilmütter als bezahlter Beruf sie ihr sehr wichtig gewesen und sie sei sehr froh, dass deren wichtige Kompetenzen gewürdigt würden.

Dann wurde das Büfett eröffnet, das vom Team des Nachbarschaftscafes Warthe-Mal zubereitet worden war und auf großes Lob stieß.

Die Ausstellung ist täglich zu den Öffnungszeiten des Vor-Ort-Büros zu besichtigen.