html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Abschlussveranstaltung zum Beteiligungsprojekt „Umgestaltung Stadtplatz Oderstraße“
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Abschlussveranstaltung zum Beteiligungsprojekt „Umgestaltung Stadtplatz Oderstraße“

Studentinnen schlagen Shared Space vor

Das Tor zum Tempelhofer Feld, der Hauptzugang zum ehemaligen Flugfeld auf Neuköllner Seite Oderstraße/ Herrfurthstraße, ist ein hochfrequentiertes Nadelöhr: Eingang + Ausgang für Fußgänger und Sportler, Einfahrt + Ausfahrt für alle auf Rädern, Kreuzungspunkt mit dem Fuß/Radweg (Straße 645) als Nord-Südverbindung von der Hasenheide zur Oderstraße, Treffpunkt, Flaschensammelstelle, Eisverkauf, PKW-Parkplatz u.a..

Entwicklungsaufgabe für Studentinnen mit Beteiligung von AnwohnerInnen

Alisha Doha, Anne Dießler, Franka Herold und Luise Troeder, Studentinnen der Geographie und Stadtplanung an der Humboldt Universität und Technischen Universität, haben im Rahmen ihrer Masterarbeiten und gleichzeitig im Auftrag des Quartiersmanagements ein Entwurfskonzept entwickelt, mit dem sich die konfliktträchtige Situation für alle NutzerInnen entspannen ließe.

Noch vor uniinterner Abgabe und Veröffentlichung der Studienarbeiten präsentierten die vier Studentinnen am 18. Juli ihr Konzept im Nachbarschaftstreff der Kiezöffentlichkeit. Mit dem Titel „Abschlussveranstaltung Stadtplatz Oderstraße“ war angedeutet, dass es hierzu einen Vorlauf gegeben hatte, den die Studentinnen eingangs zusammenfassten: Als Soziales Stadt-Projekt mit dem Quartiersmanagement konzipiert, haben die Studentinnen im Verlauf des letzten Jahres eine Online-/ Vor-Ort-Umfrage durchgeführt (Juni-August 2016), an der sich 348 TeilnehmerInnen aus dem Kiez zu der Eingangssituation äußerten; sie haben einen  öffentlichen Planungsworkshop veranstaltet, dessen Ergebnisse anschließend in einer Expertenrunde mit Vertretern von GrünBerlin, der Verwaltung und des Quartiersmanagements diskutiert wurden.

Shared Space als Entwurfskonzept

Der Entwurf der Studentinnen am Ende dieses öffentlichen Beteiligungsprozesses sieht für den Eingangsbereich zum Flugfeld an der Herrfurthstraße einen "Shared Space" vor, der durch farblich abgesetzten Bodenbelag in einem Halbkreis allen signalisiert: hier ist etwas anders. Hier gibt es keine reservierten Fahrspuren - alle müssen sich hier den Raum teilen. Damit sind alle dazu aufgefordert, rücksichtsvoll und umsichtig zu sein, was vor allem für die schnelleren VerkehrsteilnehmerInnen, FahrradfahrerInnen, JoggerInnen und AutofahrerInnen heißt: hier langsam! Mit dem Prinzip des Shared Space wird eher minimal in die städtebauliche Situation eingegriffen. Wie sich an zahlreichen Shared-Space Projekten vor allem in anderen europäischen Städten gezeigt hat, wird das Gefahrenpotenzial im öffentlichen Straßenraum dadurch deutlich minimiert, erläuterten die Studentinnen.

Der Platz bzw. Eingang ist damit entsprechend der Funktion eines Transitbereiches gestaltet - also eher eines Nicht-Platzes. Auf zusätzliche Sitzmöbel vor dem Eingang, die zum Aufenthalt einladen, wurde von daher auch verzichtet. Das Feld hält hierfür genügend Platz vor. Damit die Besucherströme besser aufs Feld kommen, sieht der Entwurf eine Verbreiterung des Eingangs von derzeit 6 auf 10 m vor.

In der Runde der anwesenden AnwohnerInnen und Fachleute wurde der Entwurf fast durchweg positiv aufgenommen, wozu sicherlich auch das vorausgegangene Beteiligungsverfahren beigetragen hat.

Gunnar Zerowsky vom Quartiersmanagement gab einen Ausblick zum weiteren Verfahren und meinte: „Mit dem Entwurf hat das Quartiersmanagement einen planerischen Aufschlag von Quartiersseite aus gemacht.“ Die Planungsgrundlage sei Voraussetzung, um finanzielle Mittel aus städtebaulichen Programmen zu erhalten. Der Entwurf wird nicht morgen umgesetzt, wäre aber schnell umsetzbar, in Abstimmung mit den derzeit laufenden Beteiligungsverfahren für das Tempelhofer Feld (vgl. Entwicklungs- und Pflegeplan „Tempelhofer Feld“), die eine Neuordnung der Eingangssituation auf der Parkseite vorsehen.

Ende September, wenn die Studentinnen ihre Masterarbeit an der Universität offiziell eingereicht haben, werden die detaillierten Erhebungen und Planungen hier veröffentlicht.  rs

An alle Teilnehmenden am Beteiligungsverfahren: Zur Auswertung freuen sich die Studentinnen über ausgefüllte Fragebögen (siehe PDF unten) bis zum 15.8.17 an troeder[at]posteo[.]de

 

 

Teilnehmer-Fragebogen zur Beteiligung "Stadtplatz Oderstraße"