html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Bericht Quartiersrat Juli
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Bericht Quartiersrat Juli

Verantwortlich für den Milieuschutz in Neukölln:
Das neue Team auf dem Quartiersrat
Vorstellung der ersten Aktivitäten des Nachbarschaft-Projektes

Das Thema auf der QR-Sitzung am 14. Juni 16 war Milieuschutz und das endlich vollständige Team war gekommen um dem Quartiersrat den Stand der Dinge vorzustellen. Erst seit dem 1. Juli ist das Team vollständig, Monika Bothe ist darin für die Schillerpromenade zuständig.

Der Milieuschutz ergibt sich aus der sozialen Erhaltungssatzung und ist ein städtebauliches Instrument. Individueller MieterInnenschutz ist darin nicht vorgesehen. Der Leiter des Teams, Oliver Türk stellte anfänglich noch mal die Ausgangslage im Kiez vor, die von einem hohen Aufwertungs- und Verdrängungspotential gekennzeichnet ist. Die Zahl der Wohnungsverkäufe sei stark gestiegen, die Schillerpromenade dabei auch stärker betroffen als Nachbargebiete. Die Voruntersuchung im Gebiet ergab eine starke Veränderung der Sozialstruktur und ein hohes Sanierungspotential.

Der Milieuschutz stellt Umbauprojekte unter einen umfassenden Genehmigungsvorbehalt: Grundsätzlich muss sich nun jeder, der an seinem Haus was ändern will, beim Stadtentwicklungsamt melden.

In der Regel nicht genehmigungsfähig sind demnach beispielsweise:

- besonders aufwendige Aufzüge oder Fassadengleiter

- Einbau zweites Bad: nur bei Wohnungen mit mindestens 4 Zimmern und kein Wohnraum darf verloren gehen

- Wohnungzusammenlegung

- besonders kostenaufwendige oder Zweitbalkone

- Luxussanierungen wie der Einbau von Fußbodenheizungen

- Abriss aus Gewinnmaximirungsinteresse

Außerdem besteht ein Umwandlungsverbot von Miet- in Eigentumswohnungen.

In der anschließenden Diskussion gab es vor allem zur Wärmedämmung und Zweckentfremdung Nachfragen. Die bisherige Bilanz: In Neukölln hat es bisher 15 Anträge gegeben, vor allem Umwandlungsanträge: Man sei bereits "mittendrin im Getümmel".

 Anschließend stellte sich das neue Projekt "Nachbarschaftliche Strukturen im Schillerkiez schaffen/Geflüchtete integrieren" vor. Das Projekt soll nachbarschaftliche Strukturen im Kiez, auf Hausgemeinschafts-, Straßen und Kiezebene unterstützen und stärken. Dabei sollen bereits bestehende Strukturen aktiv eingebunden und ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe Aktiven und die Geflüchteten selbst einbezogen werden. Die Auftaktveranstaltung fand bereits am 7. Juli auf dem Schulhof der Karl-Weise-Schule statt: Bei der Aufführung des Theaterstückes "Der liebe, nette Nasreddin" waren die Schüler, aber auch Eltern und die Kitakinder der umliegenden Kitas begeistert. Gespräche und Kontakte entwickeln sich gut, es wurden auch schon MultiplikatorInnen erreicht. Auch die Mitglieder des Quartiersrates hatten sofort Ideen für den Kiez und die Nachbarschaft!

Zur nächsten QR-Sitzung nach der Sommerpause, am 13.9. kommt die BSR!