html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Bericht Zukunftswerkstatt
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Bericht Zukunftswerkstatt

Elif Yeşilgöz, die neue Leiterin des Nachbarschaftstreff Schillerpromenade und der Moderator Christian Schoon
Bebauungspläne für die Friedhöfe
Quartiersmanager Gunnar Zerowfsky stellt die Pläne für die Friedhöfe vor
Frau Dettmer vom Jugendamt
Bezirksstadtrat Jan Rämer
ein reichhaltiges Buffet war vorbereitet
nach der Pause ging es weiter in die
Kritikphase
Übersicht der Kritikpunkte:
Müll
Schule/Kita
Situation Oderstaße
Verkehr
Zusammenleben
Touris & Gastro
Spielplätze
Wohnsituation
Workshop 1
mit Ergebnis
Workshop 2
mit Ergebnis

Petra Walter als Gastgeberin und Leiterin der Kinderwelt am Feld begrüßt die Anwesenden. Trotz schönem Wetter hatten sich ca. 30 AnwohnerInnen und AkteurInnen eingefunden, um über Gegenwart und Zukunft des Kiez zu beraten. 

Christian Schoon, der ehemalige Leiter des Nachberschaftstreff, übernahm die Moderation des Tages, der ein wenig Licht auf die Frage werden sollte, wie der Kiez in 5 bis 10 Jahren oder darüber hinaus aussehen könnte. Ziel des Tages war es, sich über Mögliches, Gewünschtes und Geplantes zu unterhalten und auszutauschen. Dazu sollten die Interessen und Bedürfnisse der BewohnerInnen  mit den VertreterInnen der Verwaltung zusammengebracht werden.

Der Leiter des Stadtentwicklungsamt Rolf Groth stellte die stadtplanerischen Aktivitäten vor. Ein wichtiges Instrument ist der in diesem Jahr in Kraft getretene Milieuschutz. Dadurch werden die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen genehmigungspflichtig. Außerdem können damit bestimmte bauliche Veränderungen verhindert werden. Auch den Leitfaden Erhaltungssatzung stellte Herr Groth kurz vor. Das Integrierte Friedhofs Entwicklungskonzept (IFEK) ist noch vor Sommerpause von der BVV genehmigt worden. neben einer Grundschule und einer Geflüchtetenunterkunft sollen auch 820 neue Wohneinheiten entstehen. Allerdings gilt das Bebaubauungsplanverfahren: die Grünfläche der ehemaligen Friedhöfe muss in Baufläche umgewandelt werden, das dauert ca. zwei Jahre.

Quartiersmanager Gunnar Zerowsky stellte anschließend die Pläne für die Friedhöfe detaillierter vor: Mit einer Eröffnung des neuen Parks wird für den Frühsommer 2017 gerechnet, der Besitz geht am 1.10. an den Bund. An der neuen Geflüchtetenunterkunft wird es auch ein Gemeinschaftstreff geben, dessen Finanzierung die Kirche übernimmt. Bis Ende des Jahres soll das Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein. Die Unterkunft wird in Modulbauweise errichtet und soll im Juni/Juli des nächsten Jahres fertig werden. Eine ausführliche Informationsveranstaltung dazu soll im November stattfinden. Beteiligungsmöglichkeiten sind außerdem bei der Entwicklung des ehemaligen St. Jakobi-Friedhofs und für die Entwicklung besonderer/alternativer/kostengünstiger Wohnformen angedacht.

Frau Dettmer vom Jugendamt erklärte, wie das Jugendamt überhaupt funktioniert, und welche Aufgaben es hat. Im Kiez liegen 34 Kindertagesstätten. Mit einer großen Zielplanung für die nächsten 5 Jahre könne si aber nicht dienen, da die Bevölkerungsentwicklung nicht wirklich vorhersagbar sei. Ein Schwerpunkt in Neukölln sei jedoch die Frühen Hilfen und der Aufbau von Präventionsketten. Man habe aber wenig Steuerungmöglichkeiten, das das meiste Geld gebunden ist für die Dinge, auf die es einen Rechtsanspruch gibt. Wichtig für die Zukunft seien die Schaffung ausreichender Kitaplätze und die Abdeckung der durch Zuzug steigenden Bedarfe. Beteiligungsmöglichkeiten gäbe es allerorten: Kinder und Jugendlich könnten und sollten mitentscheiden, was in ihren Einrichtungen passiert. Auch Eltern könnten sich in den Einrichtungen engagieren.

Der Bezirksstadtrat für Bildung, Schule, Kultur und Sport,  Jan Rämer begrüßte den Neubaustandort für die Grundschule. Angesichts steigender Schülerzahlen sei das wichtig. Er lobte besonders den Einsatz der Volkshochschule für die Integration von Geflüchteten über den angebotenen Deutschunterricht. Außerdem prophezeite er, dass durch die neue politische Konstellation nach der Wahl mehr Geld in die Bildungverbünde fließe.

Nach der Pause gings in die Kritikphase. Moderator Schoon regte an: "einfach rauslassen"! Was läuft gar nicht, wo sind die größten Ärgernisse?

Tourismus, Verkehr, zu wenig Grünflächen, zu wenig Angebote für Senioren, Müll und  Baustellen wurden moniert.

In der anschließenden Fantasiephase wurde viel gelacht und die Frage der Moderatorin „Was zaubert euch ein Lächeln ins Gesicht?“ löste tatsächlich phansasievolle Assoziationen aus.

Alle Diskussionen wurden dokumentiert. Die konkrete Kritik wird an die entsprechenden Stellen weitergegeben und fließt auch in das nächste IHEK für den Kiez ein.