html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Die Beratungen haben begonnen
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Die Beratungen haben begonnen

Bestandsaufnahme
Dafür steht der Schillerkiez
Wofür soll der Kiez stehen?
Alle haben Arbeit und sind glücklich...
Hier sahen die TeilnehmerInnen Handlungsbedarf...
im Bereich Wohnen und Mieten...
und bei der Vermüllung
Eine erste Ideensammlung für das IHEK 2015-16

Bei dem Workshop zum Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) für den Schillerkiez 2015-2017, diskutierten am vergangenen Samstag 15 AnwohnerInnen aus Quartiersrat und Aktionsfondsjury, Vertreterinnen der Verwaltung und des Quartiermanagements engagiert miteinander über die Zukunft des Kiezes. Diskutiert wurde über die Fragen: Wohin? Wie weiter? Mit wem? Was? Wer? Warum? In dem Workshop ging es konkret um Problemermittlung und Bedarfsfindung und um die Erarbeitung von Lösungsvorschlägen für einen lebenswerten Kiez in den nächsten zwei Jahren.

Hier findet sich das alte Handlungskonzept, das im Sommer 2015 ausläuft.

 Die bisherige Entwicklung wurde in ihren Problematiken und Potentialen thematisiert: Zum einen gibt es Interessenskonflikte zwischen TouristInnen und AnwohnerInnen, aber auch schöne neue Cafés und Kneipen. Wie die Pfarrerin der Genezareth-Kirche am Herrfurth-Platz, Elisabeth Kruse, treffend bemerkte gibt es im Kiez eine „Gleichzeitigkeit von Problemdichte und Aufblühen“. An diese Feststellung schloss sich die Frage an, wie die Probleme weiter reduziert werden können und ein weiteres Aufblühen gefördert werden kann. Der Schillerkiez hat zur Zeit 23.000 EinwohnerInnen, er wächst seit 2012 stetig. Der Leerstand an Wohnungen und Gewerbe, der in der Vergangenheit ein Problem dargestellt hat, ist stark zurückgegangen. Weniger KiezbewohnerInnen sind von Sozialleistungen abhängig als bei der Erstellung des letzten Handlungskonzeptes: 2012 waren noch 40 % der AnwohnerInnen in Leistungsbezug, diese Zahl ist jetzt auf 36 % gesunken. Dabei ist aber unklar, ob der Grund dafür darin liegt, dass mehr Leute eine ausreichend bezahlte Arbeit gefunden haben oder ob mehr LeistungsbezieherInnen aus dem Kiez weggezogen sind.

Längere Debatten entspannen sich um das Problem der "Ameisen". So werden die Leute genannt, die den Kiez nur auf dem Weg zum Tempelhofer Feld durchqueren. Angeregt wurde unter anderem der Ausbau einer neuen S-Bahnstation, um den Kiez zu entlasten. 

Auch das Müllproblem wurde als störend empfunden. zwar habe die Hundekotbelastung abgenommen, es werde aber weiterhin viel Müll auf die Strasse gestellt. Überlegungen gingen dahin, das Problem mit Hilfe der BSR anzugehen.

Auf den Nägeln brannte den Engagierten das baldige Ende der Finanzierung für das Warthe-Mal. Der südliche Nachbarschaftstreffpunkt müsse erhalten beleiben, so der Tenor. Dies ist jedoch nur möglich, wenn das Warthe-Mal ab übernächstem Jahr seinen Miete selbst aufbringen kann, oder eine alternative Fianzierungsmöglichkeit auftut. Ideen hierfür sind sehr willkommen.

Die konkreten Projektideen werden jetzt in einem mehrmonatigen Prozess ermittelt und festgelegt. Bis Mai nächsten Jahres soll das neue Handlungskonzept fertig sein. Es wird noch mehrere Treffen dazu geben und auch auch noch eine Befragung der AnwohnerInnen.

Zum näheren Kennenlernen und Austauschen von Meinungen und Dingen findet am nächsten Wochenende, den 22. November ein Trödelmarkt auf der Schillerpromenade statt.