html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Die Prinzessinnengärten starten mit der Bauwoche auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof
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Die Prinzessinnengärten starten mit der Bauwoche auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof

Während der Bauwoche auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof entstehen gerade wichtige Impulse für die Friedhofsentwicklung im südlichen Schillerkiez. Das Team der Prinzessinnengärten werkelt gemeinsam mit dem Coop Campus und zahlreichen AnwohnerInnen an wichtigen Meilensteinen für das gemeinschaftliche Gartenprojekt. Am Samstag erzählten Robert, Lisa und Svenja vom Prinzessinnengärten Gartenbau-Team vor dem Blumenhaus auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof bei Tee und Snacks von ihren Plänen für den zukünftigen urbanen Garten. Das von der Hermannstraße gut einsehbare Häuschen wird gerade zum einladenden Infopoint umgebaut, der interessiertem Laufpublikum von den neuen Entwicklungen berichtet.

Ein Gemeinschaftsgarten, der bleiben soll

Ein großer Teil des Neuen St. Jacobi Friedhofs wird langfristig für urbanes Gärtnern reserviert. Für die nächsten anderthalb Jahre wird das Projekt im Berliner Programm für nachhaltige Entwicklung (BENE) gefördert. Danach soll es aber weitergehen mit dem Gartenprojekt, denn ein zentrales Anliegen des Evangelischen Friedhofsverband ist es, so viel Grün wie möglich auf den Friedhofsflächen zu behalten. Verglichen mit den langfristigen Bauvorhaben ist der Vorteil außerdem, dass es mit dem Gärtnern direkt losgehen kann.

Und unter diesem Motto steht auch die Bauwoche, die noch bis Mittwoch, den 7.3. läuft. Die Kooperation der Prinzessinnengärten mit dem Coop Campus (ehemals Gärtnerei, ein Projekt der Schlesischen 27 und Raumlabor) auf dem Jerusalem Friedhof steht in dieser Woche im Mittelpunkt. Denn auch das dort neu errichtete Gewächshaus soll gemeinsam genutzt werden. Die beiden Gartenprojekte haben unterschiedliche Schwerpunkte, die sich häufig optimal ergänzen. Der Anbau der Jungpflanzen ist derzeitig primärer Fokus der Prinzessinnengärten, während der Coop Campus unter Anderem einen Schwerpunkt auf Kunst- und Kulturveranstaltungen legt.

Biomeiler, Blumenhausrenovierung, Gewächshauseinrichtung und Laubdämmung: Die Bauwoche

Zentrales Vorhaben der Bauwoche ist es, einen Biomeiler auf dem Jerusalemsgelände zu erreichten, der Wärme für den Anbau von Jungpflanzen erzeugt. Diese sollen im Gewächshaus alleine mit der durch den Biomeiler erzeugten Wärme und Licht aus dem Solarmobil gedeihen – eine absolut energieautarke Pflanzenzucht also. Großer Vorteil des Biomeilers ist, dass organischer Abfall wie z.B. Laub, den der Friedhofsverband sonst kostenintensiv abtransportieren lassen muss, direkt zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Richtig angelegt kann durch Fermentierung von Mikroorganismen des dicht geschichteten Materials bis zu 18 Monate und im Kern bis zu 80 Grad Hitze erzeugt werden. Mit dieser Wärme beheiztes Wasser wird über einen Schlauch in das Gewächshaus geleitet, um dort die Pflanzen schneller gedeihen zu lassen. Dieses System haben sich die Prinzessinnengärten von ihren Partnern des ANNALINDE Gartens in Leipzig abgeschaut.

Die Bauwoche hat nun die ersten Grundsteine für das neue Gartenprojekt auf dem St. Jacobi Gelände gelegt. Der Dialog mit den AnwohnerInnen ist den Prinzessinnengärten dabei sehr wichtig, weshalb sie sich sehr über das rege Interesse freuen. Gärtnern auf Friedhofsflächen kann natürlich auch ein sensibles Thema sein, dass das Team aber ganz offen diskutieren will. Geplant sind daher zum Beispiel offene Werkstätten, die Errichtung von Hochbeeten und weiteren Gemeinschaftsflächen. In den nächsten Monaten werden also viele Aktionen und Veranstaltungen folgen, die explizit zum Mitmachen einladen. Bei der Bauwoche könnt ihr euch noch bis einschließlich Mittwoch, den 7.3. engagieren!