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Friedhofsentwicklung: Bauvorhaben in Planung

Sozialökologisches "Vorzeigeprojekt" auf ehemaligem Friedhof

Die Friedhofsentwicklung westlich der Herrmannstraße geht weiter voran: Nachdem im Juli der Anita-Berber-Park offiziell auf dem ehemaligen St. Thomas Friedhof für die Öffentlichkeit freigegeben wurde, nehmen nun auch die Umnutzungsplanungen für den angrenzenden Jerusalemskirchhof V Gestalt an.

Zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung hatte der Friedhofsverband Berlin Stadtmitte, Eigentümer der Friedhofsflächen, am Dienstag, den 19. September in die kleine Kapelle auf dem Neuen Luisenstädtischen Friedhof eingeladen.

Jürgen Quandt, Geschäftsführer des Friedhofsverbands, erläuterte vor rund 80 Interessierten zunächst die Hintergründe für die Umnutzung der Friedhofsflächen. Knapp die Hälfte der Flächen seien vor allem aufgrund zunehmender Urnenbestattungen nicht mehr erforderlich. Der Handlungsbedarf, vor allem im Bezirk Neukölln, sei am größten. 2015 wurde daher das Büro Stattbau Berlin beauftragt mit dem  sogenannten "Integrierten Friedhofsentwicklungskonzept (IFEK)" vorbereitende Untersuchungen zu erarbeiten.

Mit einem Städtebaulichen Nutzungskonzept für den Teilbereich des Friedhofs zwischen Herrmannstraße und Tempelhofer Feld wird die Planung nun konkret. Im Auftrag des Neuköllner Bezirksamtes hat die Stadtentwicklungsgesellschaft  Nutzungs- und Bebauungsvarianten entwickelt, die das Büro bei der Veranstaltung vorstellte und erläuterte. 

Von der Art der Nutzung her sehen die Entwürfe eine bis zu 6-geschossige Wohnbebauung vor, die je nach Variante 120 - 290 Wohneinheiten umfasst. Des weiteren ist auf den Flächen eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete mit Begegnungsstätte vorgesehen. Die Gedenkstätte am historischen Ort des Zwangsarbeiterlagers soll planungsrechtlich gesichert werden.

Sozial ausgewogenes Wohnquartier

Das besondere des geplanten Wohnquartiers ist, wie alle Planungsbeteiligten betonten, dass es sich hierbei nicht um ein profitorientiertes Investorenprojekt handelt. Vielmehr soll durch genossenschaftliche Trägerformen, selbstgenutztes Wohneigentum u.a. Wohnraum zu sozialverträglichen Konditionen geschaffen werden. Darüber hinaus sollen viele Wohnungen barrierefrei sein. Es soll ein sozial ausgewogenes Wohnquartier entstehen, das sich mit seinem Bestandsumfeld verzahnt.

Das Vorhaben soll für die Bevölkerung  einen „Mehrwert“ erbringen, bei dem die wertvollen naturnahen Grünflächen erhalten bleiben und gleichzeitig nachgefragter Wohnungsneubau sowie soziale Infrastruktur geschaffen werden, erklärte Jürgen Quandt.

Projektrealisierung von 2018 - 2045

Die Umsetzung des Gesamtvorhabens wird sich über einen besonders langen Zeitraum erstrecken. Je nach Verfügbarkeit der Flächen nach Ablauf der Grabstätten und Pietätsfristen wird sie in mehreren Bauabschnitten von 2018 bis 2045 erfolgen mit entsprechend langen Baupausen dazwischen.

Frühzeitige Bürgerbeteiligung beim Bebauungsplanverfahren

Mit der Aufstellung des Bebauungsplan XIV-285 für das Grundstück Herrmannstraße 84-90, Netzestraße 1/15 beginnt das formale, bauplanungsrechtliche Verfahren für die Bauvorhaben auf dem Friedhof Jerusalem und Neue Kirche V. In der ersten Stufe der Öffentlichkeitsbeteiligung können sich alle Bürgerinnen und Bürger beim Träger des Planungsverfahrens, dem Stadtplanungsamt des Bezirkes Neukölln, über das Vorhaben informieren und auch ihre Bedenken und Anregungen einbringen. Rolf Groth, Leiter der Fachabteilung hat die Anwesenden dazu herzlich eingeladen.   rs