html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Gemeingut öffentlicher Raum – ein Manifest für den Schillerkiez
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Dienstag, 02. Juli 2019  18:30 Uhr

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Gemeingut öffentlicher Raum – ein Manifest für den Schillerkiez

Nach Upcyclingaktionen, Samenbombenworkshops und vielen Gesprächen am Bunten Tisch startet der Schillernde Kiez in die nächste Phase.

Die Projektträger vom Kulturlabor Trial&Error entwickelten mit zahlreichen Kiezengagierten nach und nach eine Vision für eine nachhaltige und solidarische Nachbarschaft. Nun werden kleine Projekte gefördert, welche den öffentlichen Raum als Gemeingut wiederentdecken.

 

Kiez von unten und für alle

Die gemeinsam entwickelte Vision gilt schlussendlich als Grundlage für einen selbstorganisierten, selbstbestimmten Kiez von unten und für alle. Hierfür muss sich natürlich erst einmal auf gemeinsame Werte geeinigt werden. Grundsätze wie auf Augenhöhe, nachhaltig, ökologisch und sozial, selbstbestimmt, achtsam und wertschätzend waren deutliche gemeinsame Nenner. Außerdem wurden über 60 Menschen zu ihrer ganz persönlichen Idealvorstellung für den öffentlichen Raum im Kiez befragt: „Du spazierst durch einen idealen Schillerkiez der Zukunft. Was siehst/fühlst Du?“ 

Die Antworten der BewohnerInnen sind so bunt wie der Kiez. Hier können einige nachgelesenen werden, und auch du kannst deine Vision teilen! Vom erweiterten Wohnzimmer bis hin zu nachhaltigen Verkehrskonzepten ist alles dabei – wie zum Beispiel:

„Der Schillerkiez ist ein offener, sauberer und freundlicher Ort […] Die Verdrängung ist überwunden.“

„Fußgänger, Radler & Motorisierte teilen sich die Straße ohne Stress!“

„Die Leute machen kollektive Sachen.“

 

Ein gemeinwohlorientiertes Manifest

Die kollektiv entwickelte Vision und die vielen gemeinsamen Diskussionen am Bunten Tisch bilden wiederum die Grundlage für ein dynamisches Manifest, das sich mit den Menschen und Projekten immer weiterentwickelt. Ein Auszug aus dem ersten Entwurf:

„Wir stehen für Transparenz, kollektive Entscheidungen und unser Recht die Zukunft unseres Kiezes mitzubestimmen. […] Wir wollen Verantwortung übernehmen für ein belebtes und freundliches Miteinander im öffentlichen Raum.“ (Auszug aus dem #sck-Manifest)

 

Kiez Projekt Inkubator – 13 Kleine Projekte mit großer Vision

Am vergangenen Samstag (27.4.) wurde über die dreizehn Projektideen entschieden, die sich beworben hatten um das Manifest in die Praxis umzusetzen. Unter den kreativen Ideen waren z.B. ein Baumscheiben-Bike, Stadtmöbel mit Tauschboxen, mobiler Kiezstrom, nachbarschaftliche Müllaktionen, ein Hundeauslaufpark, ein Mini-Kiezfest oder das „Kiez-Rendezvous“. VertreterInnen der Superarmen e.V. (Arme für Arme) sind gekommen, um sich zu engagieren. Auch die Integrationsmacher von interkular waren vor Ort. Eine Quartiersrätin, die Schillerkieznachbarn und AnwohnerInnen mit Kindern waren ebenfalls dort um wichtige Projektideen zu unterstützen. Das Kollektiv Raumstation und Trial&Error brachten ihre Perspektive ein. Ein Teil der Vielfalt der Nachbarschaft und Kiezengagierten wurde somit bereits in der Entscheidungsrunde abgebildet.

Beim gemeinsamem Brainstormen zu den großen Themen Nachbarschaft, Gemeinschaft und öffentlicher Raum wurde wieder einmal deutlich, wie präsent die Themen Mitbestimmung und bezahlbarer Wohnraum und der Bedarf an selbstverwalteten Räumen (drinnen und draußen) ist. Vor allem bessere nicht-kommerzielle Aufenthaltsmöglichkeiten im öffentlichen Raum werden benötigt.

 

Nachbarschaftliche Kiezgestaltung demokratisch verhandelt

Das Besondere am schk-Entscheidungsprozess ist wohl der Prozess an sich. Die Runde sollte selbst über die Vergabe der 5.000 Euro Projektgelder bestimmen. Nach verschiedensten Vorschlägen über das ob und wie viel konnte sich auf den Konsens des „Gießkannenprinzips“ geeinigt werden. Dies bedeutet, dass jedem Projekt eine Anschubfinanzierung gewährleistet wird und diese eventuell aufgestockt werden kann. Im Sinne des solidarischen Kiezes wird somit jeder Idee eine Chance gegeben. Außerdem unterstützt Trial&Error nicht nur monetär: Ressourcen sollen zusammengelegt, gemeinsam gebaut und sich vernetzt werden – hierfür hat die Entscheidungsrunde bereits erste Grundsteine gelegt. Alle sind dazu eingeladen sich den Projekten anzuschließen oder neue Ideen einzubringen. Bis zum Projektende Ende 2020 ist noch vieles möglich.

Mit der Durchführung der sichtbaren Initiativen und Projekte wird der Schillernde Kiez nun für NachbarInnen greifbar gemacht. Die Aktionen sollten auch über das Projekt hinaus Interessierten die Gestaltungsspielräume aufzeigen, die ihren kollektiven Raum betreffen. Beginnen wir uns das zurückzuerobern, was uns allen gehört!

  

Anmerkung

Eure Ideen können unter Umständen auch zusätzliche Förderung durch den Aktionsfonds des Quartiersmanagements bekommen (keine Honorarkosten). Auch Trial&Error können dich mit persönlicher Beratung und bei zusätzlichem Fundraising unterstützen. Eure Ansprechperson ist Max Schützeberg.

 

Alina Schütze

 

 

Der Artikel steht auch als PDF-Version zur Verfügung.