html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Goldener Schiller 2016 verliehen!
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Goldener Schiller 2016 verliehen!

Die Band Hansdiewanze.de, Jonathan Robinson und Johanna von Kuczkowski
Die Leiterin der Kinderwelt am Feld Petra Walter und Quartiersmanager Gunnar Zerowsky
Der Bundestagsabgeordnete Fritz Felgentreu
Den 1. Preis bekommt Reinhard Stöckerl (Foto: Büro Felgentreu)
Den 2. Preis teilen sich Wolfgang Heise (Foto: Büro Felgentreu)
Alex Vollmar
Franziska Stoff
und Ute Bertelsmann
Den 3. Preis nahm Christoph Schott entgegen
Die Vorschläge werden dem Vertreter der Senatsverwaltung in einem goldnen Umschlag überreicht

Der Nachbarschaftspreis Goldener Schiller wurde gestern an die GewinnerInnen des Namenswettbewerbs für den neuen Park auf dem ehemaligen St. Thomas Friedhof verliehen. Es gab viele TeilnehmerInnen und 86 Vorschläge. Die drei Vorschläge, die der neugewählte Quartiersrat bei seiner ersten Sitzung ausgewählt hat, wurden vom Neuköllner Bundestagsabgeordneten Fritz Felgentreu mit Urkunden und Geschenken bedacht. Den ersten Preis errang der Vorschlag Olga Benario Park. Die jüdische Kommunistin Olga Benario hat in der neuköllner Innstraße gewohnt. Vor ihrem ehemaligen Wohnhaus wurde 2008 ein Stolperstein verlegt. Sie war im KZ Ravensbrück eingesperrt und wurde 1942 in der Tötungsanstalt Bernburg umgebracht.

Der 2. Preis erhielt der Vorschlag, den Park nach Anita Berber zu benennen. Die erste Frau die einen Smoking trug, war eine Berliner Schauspielerin und Tänzerin, die auch in der Neuköllner "Weißen Maus" auftrat. Sie löste zahlreiche Skandale aus, konsumierte Drogen, war mehrfach verheiratet und führte auch lesbische Beziehungen. Bekannt ist auch das Bildnis der Tänzerin von Maler Otto Dix, welches vom NS-Regime als entartet aus der Sammlung der Stadt Nürnberg entfernt wurde. Mit nur 29 Jahren starb sie 1928 an Tuberkulose. Sie wurde auf dem jetzt aufgelösten St. Thomas Friedhof beerdigt.

Der dritte Vorschlag "Schillerpark" erklärt sich aus der Lage des zukünftigen Parkes im Schillerkiez und am Ende der Schillerpromenade.

Anschließend wurden die Vorschläge Herrn Rossmanith, dem Vertreter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zur "wohlwollenden Prüfung" und Entscheidung übergeben. Wann diese getroffen werden wird, ist noch unklar.

Der Park soll jedoch im Frühling nächsten Jahres auf jeden Fall eröffnet werden.