html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Infobrief QM
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Kiezdokumentation

Maxi Kinder - Zeitung der Kita Mini Mix International
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Aktuelle Termine

Mittwoch, 26. April 2017 , 16:00 Uhr

Elterncafé in der Karlsgarten-Schule

Donnerstag, 27. April 2017 , 09:30 Uhr

Mieterberatung

Donnerstag, 27. April 2017 , 18:30 Uhr

Doppelkopf im RuT

Freitag, 28. April 2017 , 10:30 Uhr

Kiezfrühstück

Dienstag, 02. Mai 2017 , 18:30 Uhr

Mieterberatung

Mittwoch, 03. Mai 2017 , 16:00 Uhr

Elterncafé in der Karlsgarten-Schule

Donnerstag, 04. Mai 2017 , 09:30 Uhr

Mieterberatung

Donnerstag, 04. Mai 2017 , 18:30 Uhr

Doppelkopf im RuT

Freitag, 05. Mai 2017 , 10:30 Uhr

Kiezfrühstück

Dienstag, 09. Mai 2017 , 18:30 Uhr

Mieterberatung

Infobrief QM

QM Info April 2017

ah endlich wieder was Grünes auf der Straße, lang genug hats gedauert, aber nu geht das leben draußen im Kiez wieder etwas angenehmer zu. 

Nachdem wir ein halbes Jahr lang Bedarfe und Ideen für den Kiez für das neue Handlungs und Enwicklungskonzept erhoben haben, haben wir eine erste version des Konzepts im März im Quartiersrat vorgestellt.

Der Quartiersrat hat dazu ein Prioritätensetzung für die einzelnen Handlungsfelder Vorgenommen. Nun geht das ganze zur Stellungsnahme an die Fachämter im Bezirk Neukölln bevor im Mai der Quartiersrat entgültig über das IHEK befindet.

In der zwischenzeit geben wir Euch hier einen kleinen Einblick unserer Einschätzung der aktuellen Kiezentwicklung:

Der Kiez und die Stadt

Der Schillerkiez liegt im Trend. Ein Stadtmagazin titelte Ende 2015 ironisch: "Der Schillerkiez ist das Beverly Hills von Neukölln". Aber bei aller Ironie wird die aufwärtsstrebende Entwicklung angesichts der Lage am Tempelhofer Feld deutlich. Das heißt jedoch nicht, dass die Probleme vor Ort weniger werden. Im Gegenteil. Zu den alten Problemen kommen neue hinzu. Die zarte Pflanze der positiven Kiezentwicklung droht, zumindest für Teile der Kiezbewohnerschaft, gleich wieder zunichte gemacht zu werden. Denn der Schillerkiez ist und bleibt auf absehbare Zeit arm. Berlin ist insgesamt eine im bundesvergleich arme Stadt mit einem geringen Durchschnittseinkommen. Einige Entwicklungen verschärfen dies noch. Allein zwischen 2004 und 2014 stiegen die Nettokaltmieten um 57%, das verfügbare Einkommen jedoch nur um 17%[1]. Relativ gesehen ist daher Berlin mittlerweile die teuerste Stadt in Deutschland. Durchschnittlich 29% des Haushaltseinkommens müssen hier für  Bruttokaltmiete aufgewendet werden. Betrachtet man Neukölln, liegt diese Wohnkostenquote bei 30,5%, in der Schillerpromenade aufgrund des geringen Haushaltseinkommens mit  knapp 35%[2] noch einmal um ein Sechstel höher.

"In keiner Stadt in Deutschland verteuerten sich die Mieten jemals so schnell, wie in Berlin zwischen 2010 und 2015. Allein in jenen fünf Jahren ist ein Anstieg der durchschnittlichen Angebotsmiete um fast 40 Prozent festzustellen. Auf Rang zwei liegt München mit knapp 28 Prozent." (Welt 3/5/2016)

Der QM-Gebiet Schillerpromenade ist ausgebucht. Nennenswerten Leerstand gibt es nicht mehr. Das Nebeneinander von neu und alt, von zugezogen und alteingesessen eröffnete bisher ganz neue Perspektiven auf den Kiez, verändert jedoch auch immer mehr die Spielregeln. Die neuen Kiezbewohnerinnen und -bewohner sind deutlich präsenter im öffentlichen Raum. Damit erscheint das Quartier äußerlich sehr viel schneller verändert, als es das von der Bevölkerungs- und Sozialstruktur her tatsächlich ist. Die Probleme von neu und alt unterscheiden sich hingegen mit Blick auf die oben dargestellte Problematik kaum. Der Mietmarkt macht alten wie neuen Einwohnerinnen und Einwohnern zu schaffen, denn noch immer sind auch die neu Zuziehenden mit unterdurchschnittlichen Einkommen ausgestattet. Die Mieten im Gebiet ziehen jedoch noch schneller an als die ohnehin schon stark wachsenden Mieten im Berliner Durchschnitt.

Bewohnerinnen und Bewohner, die von Transferhilfen abhängig sind, können sich das Wohnen im QM-Gebiet nicht mehr leisten. Zwar führt dies zu einer stärkeren Mischung der Einwohnerschaft im Gebiet, verlagert jedoch, aufgrund des berlinweiten Wohnungsmangels, die Probleme nur in die Stadtrandlagen oder nach Brandenburg. Die Situation verbessert sich dadurch jedenfalls nicht nachhaltig.

Mit der geplanten Umnutzung der ehemaligen Friedhofsflächen ergeben sich jedoch viele Chancen und  Aufgaben für das QM Team bevor das QM-Gebiet seine Rolle für sich, den Bezirk Neukölln und Berlin gefunden hat.

Eine erste Zusammenfassung des neuen Konzepts gibts es hier:

Präsentation mit der Zusammenfassung

aktuelle Zahlen und Statistiken zur Entwicklung des Kiezes

 

 

[1] HWWI/Berenberg 2016 in www.zeit.de/wirtschaft/2016-06/immobilien-studie-mieten-anstieg-einkommen

[2] CBRE Wohnungsreport Berlin 2017