html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Informationsveranstaltung: Was ist eine naturnahe Grünfläche?
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Informationsveranstaltung: Was ist eine naturnahe Grünfläche?

Am 23.6. fand eine erste Informationsveranstaltung mit anschließendem Workshop zur Nutzung der Freifläche des ehemaligen St. Thomas-Friedhofs statt. Ein einstündiger Input beeinhaltete Vorträge zum Stand des Ankaufverfahrens, die Bedeutung der Fläche für den Kiez und Beispielen welche gewachsenen Pflanzen-Arrangemets problematisch sind. Einen Überblick dazu findet sich hier. Das Beteiligungsverfahren war auch bereits Thema auf der letzten QR-Sitzung und ein erster Rundgang hat auch bereits stattgefunden.

Den Vorträgen schlossen sich jeweils eine halbe Stunde Gespräch und Brainstorming zu den Fragen: "Welche naturnahen Aktivitäten stellen sie sich vor?" und "Welche Konflikte sehen sie?" an. Die ca 30 Anwesenden kamen so miteinander ins Gespräch. Viele äußerten, die Fläche eigentlich möglichst so wie sie ist erhalten zu wollen, ohne die häßlichen Ecken, dafür aber mit Lampen, Bänken und Mülleimern. Auch ein Teich wurde gewünscht. Bäume zum Klettern und Erdhaufen zum Spielen für Kinder wurden für wichtig befunden. Einen extra Spielplatz wird es auf der Fläche nicht geben.

Als größterKonflikt stellte sich der Ineressengegensatz zwischen HundebesitzerInnen und sonstigen NutzerInnen heraus. Die HundebesitzerInnen schätzen das ehemalige Friedhofsgelände als Auslaufplatz für ihre Hunde, das im Gegensatz zu den offiziellen Hundeauslaufplätzenauf dem Tempelhofer Feld Schatten und Sitzgelegenheiten bietet und im Unterschied zu dem in der Hasenheide nicht überlaufen und versteppt ist.

AnwohnerInnen, die das Gelände ohne Hunde nutzen, wiesen jedoch verstärkt darauf hin, dass viele freilaufende Hunde, gerade in einem so unübersichtlichen Gelände, die Freude an der Nutzung vergällen würden. Gerade mit kleineren Kindern fühle man sich nicht sicher.

Zugespitzt würde es auf die Frage hinauslaufen, wessen Freiheit bei der Planung mehr ins Gewicht falle: viele freilaufende Hunde bedeuteten, dass Kinder stärker beaufsichtigt werden müßten.

Pragmatisch wurde aber auch über bestimmte Zeiträume ohne Leinenpflicht und über eine Abzäunung für einen Hundeauslauf diskutiert.

Auch die Lärmbelästigung der Nachbarschaft wurde thematisiert, die teils vom Hundegebell herrührt, teils von der BesucherInnen des Tempelhofer Feldes, die die schattige St. Thomas-Fläche vorziehen.

Abschließend lobten die TeilnehmerInnen, dass das anfänglich konfrontative Klima in kleinerer Runde  merklich sachlicher geworden sei. Es lohne sich, wenn man sich auf Augenhöhe begegne.

Die nächste Begehung und der 2.Workshop finden im September statt. Dann wird es um „Wege, Zugänge, Sicherheit“ gehen. Eine Dokumentation der bisherigen Veranstaltungen wird in den nächsten Tagen veröffentlicht.