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2. Bildungsmesse in der Karlsgartenschule

6. Klasse und dann? - Schulleitungen von Neuköllner Oberschulen geben Antworten

Der Bildungsverbund Schillerkiez, der die Bildungseinrichtungen im Quartier unterstützt, hatte am 23. November 2017 in die Karlsgarten-Grundschule zur „2. Bildungsmesse“ eingeladen.
Thema: Der Übergang Grundschule-Oberschule. Damit sind Schüler wie Eltern in der Regel sehr gefordert bis überfordert, zumal das Schulsystem nach dem Berliner Bildungsfahrplan auch erst mal durchschaut werden will, um die passende Schulart und dann die gewünschte Schule herauszufinden.

Genau das steht für die jetzigen 6.-Klässler an und muss in der Zeit vom 13. Februar bis 21. Februar 2018 mit der Schulanmeldung erfolgen.

Mit umfangreichen Broschüren von Bezirk und Senat wie „Neukölln macht Oberschule“  und dem „Berliner Schulwegweiser: Wohin nach der Grundschule?“  werden die zukünftigen Oberschüler*innen gut informiert, und dennoch bleiben bei den Familien oft viele Fragen offen. „Ich habe Antworten - haben Sie Fragen?“ – war die Frage, mit der Mahi Christians-Roshanai einleitete. Sie moderierte die drei Themenblöcke der Bildungsmesse. Die ausgebildete Lehrerin, die seit 17 Jahren die Schülerhilfe Maja in Neukölln betreibt, berät zu diesem Thema in Kooperation mit Schulen und in Einzelberatungen und betonte, wie wichtig es sei, sich ausreichend vorher zu informieren. Die Bildungsmesse war dazu ein wichtiger Beitrag, bei der auch ehrenamtliche Sprachmittler der Taschengeldfirma e.V. für mehrere Sprachen zur Verfügung standen.

Informationen zu Schularten und Anmeldeverfahren 

Bevor sich die drei geladenen Oberschulen, vertreten durch ihre Schulleiterinnen, auf dem Podium vorstellten, informierte Frau Mahi Christians-Roshanai über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Gymnasium und  Integrierter Sekundarschule (ISS), die beide nach der 10. Klasse zum MSA, dem Mittleren Schul-Abschluss führen.

Entsprechend den Bildungszielen von Gymnasium und ISS, Vorbereitung aufs Studium bzw. zur Berufsausbildung, unterscheiden sich die Schularten in wesentlichen Aspekten wie: Abitur in 12 oder 13 Schuljahren, mit oder ohne Probehalbjahr, Klassengröße, Ganztagsbetrieb, mit oder ohne „Sitzenbleiben“. Dabei gilt es für jedes Kind individuell zu entscheiden, was die passende Art des Lernens ist, wo die Interessen des Kindes liegen und auch was für das Familienleben passt.

Wie man sich dann bei seiner Erstwunschschule anmeldet und was dabei zu beachten ist, erklärte Frau Mahi Christians-Roshanai ebenso und verwies auf die Broschüre von ihr und der Koordinierungsstelle des Bildungsverbundes Schillerkiez, in der in 5 Schritten und auch in türkischer Sprache, Arabisch und in Leichter Sprache (Verlinkungen folgen in Kürze) übersichtlich erklärt ist, wie es geht.

Der Anmeldebogen, der für jedes Kind zusammen mit dem kommenden Halbjahreszeugnis nur einmal ausgehändigt wird, darf auf keinen Fall auf dem „Schulweg verloren gehen“. Zusammen mit der Förderprognose muss er in der Wunschschule abgeben werden. Die Förderprognose, mit der die Grundschullehrer*innen eine Einschätzung über ihre Schüler abgeben, sei aber immer nur eine Prognose, sagt Mahi Christians-Roshanai. In den 7. Klassen gäbe es immer wieder einige Überraschungen.

Drei Neuköllner Oberschulen stellen sich vor

Auf dem Podium stellten die drei Schulleiter*innen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, des Ernst-Abbe-Gymnasiums sowie der Otto-Hahn-Schule ihre Oberschulen vor und erläuterten die jeweiligen Besonderheiten und Schwerpunkte ihrer Einrichtungen.

Das Albert-Schweitzer-Gymnasium bietet mit vielen Arbeitsgemeinschaften einen gebundenen Ganztagsbetrieb. Das Ernst-Abbe-Gymnasium, als ältestes Neuköllner Gymnasium ist eher klein und familär in kürzlich vollständig saniertem Gebäude. Die Otto-Hahn-Schule in Britz, eine Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe in teilgebundenem Ganztagsbetrieb, ist sportbetont und bietet Türkisch als 2. Fremdsprache. Die ebenfalls eingeladene Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli war leider nicht erschienen. Insgesamt hatte Azra Vardar, die Koordinatorin des Bildungsverbundes, für die 2. Bildungsmesse diesmal eine kleinere Auswahl der insgesamt 18 Neuköllner Oberschulen (ohne Schulen mit sonderpädagogischem Schwerpunkt, Privatschulen und Oberstufenzentren) eingeladen. Dafür konnten die Schüler*innen und Eltern mit den Schulleitungen der eingeladenen Einrichtungen im Anschluss an das Podiumsgespräch direkt ins Gespräch kommen. 

Am besten sei es, so alle Schulleiter*innen, wenn die Schüler*innen sich einen eigenen Eindruck von den infrage kommenden Schulen machen und zum Tag der offenen Tür kommen oder nach Absprache hospitieren. Eine der 6. Klassen der Karlsgartenschule hatte dies bereits in einigen Neuköllner Oberschulen gemacht und die Ergebnisse ihrer Hospitationen für die Bildungsmesse aufbereitet. An Stellwänden konnten so alle Besucher*innen einen ersten Überblick über die Neuköllner Oberschulen bekommen. Dazu gab es umfangreiches Infomaterial am Stand des Bildungsverbundes. Alle Schulen haben detaillierte Internetpräsentationen, auf denen auch die Tage der offenen Tür, die in der Regel im Januar stattfinden, angekündigt sind.

Jenseits aller Schwierigkeiten und Reglementarien beim Übergang von der Grundschule auf die Oberschule gab Herr Kötterheinrich-Wedekind, Schulleiter vom Ernst-Abbe-Gymnasium, den Schülerinnen und Schülern eine mutmachende Empfehlung mit auf den Weg: "Die Schulauswahl sollte eine Herzensentscheidung jeder Schülerin und jedes Schülers selbst sein. Dann ist die Motivation am größten und ihr könnt alles schaffen."    Regine Schütz