html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Initiativen für ein faires und nachhaltiges Neukölln
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Initiativen für ein faires und nachhaltiges Neukölln

Im Bezirksamt Neukölln kamen in der vergangenen Woche erstmals verschiedenste Akteure zusammen, die das gemeinsame Ziel verfolgen, Neukölln fairer und nachhaltiger zu machen. Im Zuge des Entwicklungsprozesses zur Fairtrade-Town Neukölln und der neu eingerichtete Stelle der Nachhaltigkeitsbeauftragten im Bezirk wurden zahlreiche Aktive vereint. Die Bandbreite der anwesenden Initiativen zeigte deutlich, wie ganzheitlich der Prozess angegangen wird. Dieser Artikel stellt euch einige der an Vernetzung interessierten Akteure kurz vor:

 

Rund ums Essen

Nachhaltigkeit beginnt beim Essen. Während sich die Mitarbeitergenossenschaft Ethiquablehttp://wp.ethiquable.de/ auf die Vermarktung fair gehandelter Importprodukte aus dem „globalen Süden“ konzentriert, bestellt die Food Coop Neukölln als Einkaufsgemeinschaft für ökologisch erzeugte Lebensmittel lokale und faire Produkte in privater Organisation. Hinter der Graefewirtschaft hingegen verbirgt sich ein soziales Unternehmen für frische und gesunde Schul- und Kitaessen in Berlin.

 

Kreative Wiederverwertung

Gegen Ressourcenverschwendung setzt sich z.B. Francois Rossier mit seinem Upcycling Konzept ein. Während Rossier neue Möbel aus alten schafft, macht Batman Elektronik Kunst aus Elektroschrott. Nachhaltige Neuköllner Mode gibt es z.B. bei Kollateralschaden. Einige der vielen Ansässigen aus der Kreativwirtschaft schließen sich außerdem unter dem Dach des Kreativnetzwerk Neukölln e.V. zusammen.

 

Standort Kindl-Areal

Auf dem ehemaligen Kindl-Areal setzen sich gleich mehrere Initiativen mit Ideen gegen Ressourcenverschwendung auseinander: Kunst-Stoffe, die Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien e.V. schenkt vermeintlichem „Müll“ ein zweites Leben. https://crclr.org/CRCLRhttps://crclr.org/ bespielt eine ehemalige Halle auf dem Areal mit zahlreichen Initiativen und Veranstaltungen rund um zirkuläres Wirtschaften. Der Verein Berlin Global Village e.V. setzt sich mit dem entstehenden eine-Welt-Zentrum für die soziale, faire und ökologische Entwicklung des VOLLGUT-Geländes auf dem Kindl-Areal ein. Der Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlaghttp://www.eineweltstadt.berlin/themen/globales-lernen/ (BER) setzt sich übergeordnet für diese Entwicklung am Standort ein. Angesiedelt ist hier unter anderem auch die KATE Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e.V., die sich der Bildungsarbeit und dem globalen Lernen widmet.

 

Nachhaltige Bildungsarbeit

Lernen wird in Neukölln als wichtiges Vehikel für langfristige Nachhaltigkeit gesehen. Nicht nur die Volkshochschule Neukölln ist daher an Kollaborationen und Dozentinnen in diesem Feld interessiert, auch Schulen wie die katholische Marienschule ist auf der Suche nach Zusammenarbeit im Themenfeld der Nachhaltigkeit. Sowohl für die evangelische Kirchengemeinde als auch für das Deutsch-Arabische Zentrum (DAZ) sind Jugendliche und MigrantInnen bei ihrer Bildungsarbeit wichtige Zielgruppen.  Auch das Bürgerzentrum Neukölln bietet zahlreiche Angebote für junge und ältere Zielgruppen an – hierbei ist auch die Ehrenamtsagentur Neukölln von großer Bedeutung. Diese ist für alle offen, die sich lokal engagieren wollen.

Bei der Masse an Aktiven kann man schon mal den Überblick verlieren. Das ist aber kein Problem, denn die langfristige Idee der Fair-Trade-Town Kampagne wäre es, eine Gesamtübersicht über die verschiedenen fairen und nachhaltigen Angebote aus allen Branchen in einer Online-Map zu vereinen.

Seid auch ihr mit nachhaltigen Konzepten im Schillerkiez aktiv und interessiert an Vernetzung im Rahmen der Fairtrade-Town Kampagne? Schreibt uns und informiert euch über mögliche Kooperationspartner und –formate.

 

Alina Schütze