html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Kita im Wald
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Kita im Wald

Ausgangslage:

In den Kitas des Bezirkes Neukölln liegt der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund bei zum Teil über 90%. Die hieraus resultierenden Probleme werden nach wie vor regelmäßig in der Öffentlichkeit diskutiert. Sozialstudien belegen die dramatische Entwicklung in den sozialen Brennpunkten der Bezirke in den Bereichen Bildung, Kinderarmut, Jugendkriminalität sowie Herausbildung einer Zweiklassen- oder noch drastischer der Parallelgesellschaft.

Die Schillerpromenade ist ein hochverdichtetes Quartier mit sehr wenig Grünflächen. Auch wenn mit der Hasenheide und der Tempelhofer Freiheit neue Möglichkeiten eröffnet und zusätzliche Grünflächen zugänglich sind, sind diese jedoch als „geplante“ Grünflächen weit von einer „Naturerfahrung“ für Kinder entfernt. Ein Großteil der Kinder in Neukölln verlässt den Heimatkiez selten. Viele der Kinder haben noch nie oder sehr selten einen Wald besucht. Naturerfahrungen sind jedoch wesentlicher Bestandteil für die Wertschätzung von Lebewesen und das Verständnis von Naturkreisläufen.

 

Genau aus diesem Grund bietet der Wald wertvolle Potenziale für diese Gruppe: das Projekt wendet sich an Kitas aus dem Schillerkiez.

Ziele:

Der Handlungsansatz bezieht sich auf das 2008 erstellte und seitdem  kontinuierlich weiter entwickelte naturerlebnispädagogische Konzept "Schule im Wald". Es basiert auf den Methoden der Naturerlebnispädagogik und verbindet Umweltbildung mit dem Erlangen individueller und sozialer Kompetenzen durch Elemente der Erlebnispädagogik. Mit den beteiligten Kitagruppen wird regelmäßig über den Zeitraum von einem Jahr gearbeitet, um die Nachhaltigkeit der angestrebten Ziele zu bewirken. Hauptziele des Projektes sind die Förderung der Integration über die Stärkung der Sozialkompetenzen und Stärkung von Verantwortungsübernahme für gesellschaftliche Belange, sowie der Austausch und die Vernetzung der im Kiez tätigen Akteure. Die Leitziele einer Bildung für nachhaltige Entwicklung werden berücksichtigt.

Zur Zielgruppe gehören Kinder aus „Vorschulgruppen“ (etwa 15 Kinder pro Gruppe) pro Projektjahr aus den Kitas „Kita Salam“ und „Kita Lernen und Lachen“ sowie weiteren Kitas aus dem Kiez mit ihren Erzieher*innen und Eltern.

 

Durch die Teilnahme an diesem Projekt entsteht eine stärkere Bindung an den Wohnortkiez, da das Projekt an der Karl-Weise-Grundschule aus Mitteln des Bonusprogramms fortgesetzt wird. Die Teilnahme an dem projekt und die Fortsetzung in der Schule erleichtert einigen Kindern auch den Übergang in die neuen Strukturen durch die Fortsetzung eines „bekannten“ Angebotes.

Projektlaufzeit:

5/2016-12/2018

Projektmittel:

21.000€

Projektträger:

Deutsche Schreberjugend, Landesverband Berlin e.V.

Umsetzung: