html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Koordinierungsstelle zum Aufbau eines Bildungsverbundes im Schillerkiez
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Koordinierungsstelle zum Aufbau eines Bildungsverbundes im Schillerkiez

Ausgangslage:

Im Schillerkiez gibt es eine breite Landschaft an Bildungseinrichtungen. Von Jugendhilfeeinrichtungen, über Oberschulen, staatliche und private Grundschulen mit Schulstationen und diverse Kitas mit unterschiedlichen Erziehungs- und Bildungsauffassungen. Dazu kommen Elterncafés und diverse Angebote für Kinder und Jugendliche des Kiezes wie Nachhilfe, Theater oder Sport. Es lässt sich unschwer erkennen, welche Ressourcen und Potenziale der Schillerkiez im Bildungswesen aufweist. Um diese noch stärker zu fördern und für die Schüler und Schülerinnen hinsichtlich der Übergänge zwischen unterschiedlichen Einrichtungen effizienter zu gestalten, ist ein Bildungsverbund zwischen diesen Einrichtungen sehr wertvoll. Dies haben die bereits durchgeführten Netzwerktreffen im Zuge des Bundesprojektes „Anschwung für frühe Chancen“ aufzeigen können. Es wurden Erkenntnisse über Angebote, Methoden, Herangehensweisen und Organisation von anderen Einrichtungen gewonnen, die in den eigenen Angeboten hätten berücksichtigt werden können, „hätte man doch nur vorher davon gewusst“. Vor allem in Phasen des Übergangs, zum Beispiel zwischen Kita und Grundschule oder zwischen Grund- und Oberschule, wird ein Bedarf von Seiten des Bezirks und des Quartiersmanagements gesehen, die Bildungseinrichtungen im QM-Gebiet noch effizienter miteinander zu vernetzen. Um diesen Bedarf aufzufangen, hat man sich entschlossen einen Bildungsverbund zu etablieren. Dieser kann und soll die dafür notwendige Kommunikation gezielt in Gang bringen. Hierzu bedarf es eines konstruktiven Organisations-, Kooperations-, Wissens- und Informations- sowie Öffentlichkeits- und Projektmanagements. Vorhandenes Wissen muss kommuniziert, gespeichert und weitergegeben werden, Ideen bedürfen einer Förderung und Begleitung bis in die Umsetzung und Austausche zwischen bestimmten Bündnispartnern benötigen einen konstruktiven Rahmen.

Ziele:

Ziel eines Bildungsverbundes ist es stets, die Bildungschancen und die Partizipation an gesellschaftlichen Funktionen für Kinder und Jugendliche zu sichern und zu verbessern. Die hier zu installierende Koordinierungsstelle soll die benannte Verbesserung über den maßgeblichen Aspekt der Übergänge zwischen Kita und Grundschule sowie zwischen Grund- und Oberschule gewährleisten. Die genannten Übergänge sollen im QM-Gebiet Schillerpromenade ein Management bekommen, welches Funktionen für eine positive Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen im bisherigen System weiter optimiert. Um dieses Ziel zu erreichen müssen verschiedene Gelingensbedingungen erfüllt werden.

 Identifizierung und Nutzung von Kooperations- und Synergiepotentialen

 Optimierende Begleitung der Zusammenarbeit zwischen den bildungsrelevanten Akteuren (Schulen, Kitas, Jugendhilfeeinrichtungen, Schulamt, Jugendamt, Schüler- und Elternvertretungen u.s.w.)

 Koordinierung und Kommunikation vorhandener Angebote der Akteure

 konzeptionelle Abstimmung der Bildungseinrichtungen, u.a. mittels Netzwerktreffen

 Optimierung der Übergänge

Maßnahmen:

Ist-Zustandsanalyse

Bei der Ist-Zustandsanalyse geht es darum einen Überblick über die Bildungslandschaft im Schillerkiez zu bekommen. Es ist eine Art statistische Aufnahme des Systems. Hierfür werden identifiziert:

1. Bildungseinrichtungen, Bildungsakteure

2. vorhandene Kooperationen

3. vorhandene Schnittmengen zwischen den Akteuren

4. Ressourcen der Akteure

5. Potentiale der Akteure

6. Aktivitäten der Akteure und Kooperationen

Neben der strukturellen Analyse bedarf es zudem einer nicht-normativen Begutachtung. In diesem Falle werden die Bedürfnisse der Akteure (LehrerInnen, Eltern, SchülerInnen, ErzieherInnen, SozialpädagogInnen) in den Bildungseinrichtungen eruiert. Hierbei wird danach gefragt, was von den jeweiligen Akteuren als positiv und negativ erachtet, was gebraucht und gewünscht wird sowie welcher Zustand nicht eintreten oder existieren darf. Im Vordergrund dieser Fragen steht das Wohl der Kinder und Jugendlichen.

Netzwerkmanagement

Das Netzwerkmanagement ist die organisierende bzw. administrative Säule für den Bildungsverbund. Es sorgt dafür, dass der Bildungsverbund intern und extern konstruktiv strukturiert ist und ein operativer Zustand hergestellt wird, der das Arbeiten in Gegenwart und Zukunft ermöglicht. Inbegriffen sind u.a. Folgendes:

1. Netzwerktreffen organisieren (4 mal jährlich)

2. Themen vorbereiten und aufbereiten

3. Öffentlichkeitsarbeit (Website, evtl. Facebook, externen E-Mailverkehr, Flyer, öffentl. Veranstaltungen, Dokumentation)

4. Weiterentwicklung des Bildungsverbundes, weitere Stufen der Kooperation entwickeln, Fördermittelakquise

5. Fortbildungsbedarfe identifizieren und Angebote initiieren oder vermitteln (je nach Bedarf für Bildungsverbund oder für einzelne Kleinkooperationen oder Akteure.

Informations- und Wissensmanagement

Das Informationsmanagement ist das Instrument zur internen sowie externen Informations- und Wissensverbreitung. In dem Verbund werden Informationen und Wissen transparent und offen kommuniziert. Die Mitwirkenden werden die Möglichkeit bekommen, stets die aktuellsten Entwicklungen aus dem Bildungsverbund zu erhalten. Wichtig wird es sein, die Inhalte mit den Einrichtungen und Akteuren genau zu besprechen, um Privatsphären sowie Datenschutz zu berücksichtigen. Aus diesem Grund werden Inter- und Intranet basierte Infrastrukturen installiert, die folgende Inhalte vermitteln.

1. Online-Angebotskalender

2. Akteursprofile und Kontaktdaten

3. Neuigkeiten aus dem Bildungsverbund

4. Aktuelles aus den Kleinkooperationen

Für über den Kiez hinausgreifende Veranstaltungen werden Dokumentationen angefertigt, die per E-Mail an bestimmte Personen versendet werden.

Akteursmanagement

Beim Akteursmanagement stehen die Mitwirkenden im Fokus. Die Ergebnisse des Projekts sind abhängig vom Funktionieren des Bildungsverbundes. Organisatorische, thematische, wie auch emotionale Anliegen werden deshalb berücksichtigt. Der/die Koordinator/in führt regelmäßige Gespräche mit wichtigen Akteur/innen, auch im Rahmen von Vorort-Besuchen, um folgendes daraus zu gewinnen:

 wichtige Themen, die für Netzwerktreffen und/oder spezifische Fachrunden aufbereitet und in die Diskussion gegeben werden.

 Erkenntnis darüber, wer was macht, kann, braucht, wer mit wem konkret kooperiert oder wo eine gute Kooperation möglich werden kann

 Themen, die mit externen Akteuren behandelt werden sollten, z.B. Schulverwaltung, Bezirksamt, Jugendamt

 Kritik und Verbesserungshinweise sowie Konflikt- und Krisensituationen, die mit dem Verbund in Verbindung stehen.

 

Kooperations-/Projektmanagement

Das Kooperations-/Projektmanagement ist das konkrete Arbeitsinstrument um die Verbundmitglieder im Handeln zu unterstützen. Hier werden Kooperationspartner in ihrer zusammenwirkenden Tätigkeit begleitet und gestärkt. Hier werden bei Blockaden in der Umsetzungsphase in den Kleinkooperationen unterstützende Maßnahmen durch Coaching- und Moderationsmethoden von der Koordination eingesetzt. Dem/der Projekt- und Kooperationsbegleiter/in ist die Aufgabe gegeben den Blick der Akteure stets auf die Auswirkungen und Bedeutungen für den Alltag, der Kinder und deren Eltern zu lenken.

Personalkonzept

Feste Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle ist Frau Azra Vardar, Sie übernimmt die Aufgabe mit 20 St. pro Woche. Anlassbezogen können Honoraraufträge vergeben werden, etwa für Moderationsaufgaben, Fortbildungszwecke oder als Unterstützung zur Durchführung von Großgruppenveranstaltungen.

Standort

Das Büro der Koordinierungsstelle wird im „Nachbarschaftstreff im Schillerkiez“ (Mahlower Straße 27) verortet sein. Die notwendige Infrastruktur für ein Büro mit zwei Kräften ist dort vorhanden. 

Projektlaufzeit:

1.3.2015-31.12.2017

Projektmittel:

42.000 Soziale Stadt

36.000 Bonusprogramm (Karl-Weise- und Karlsgartengrundschule)

Ansprechpartner:

Azra Vardar a.vardar[at]nbh-neukoelln[.]de

Projektwebseite: http://www.bildungsverbund-schillerkiez.de/ 

Projektträger:

Nachbarschaftsheim Neukölln e.V.