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Schillerwerkstatt - Medienwerkstatt im Schillerkiez

Ausgangssituation

Unser Quartier befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen sehr unterschiedlichen Meinungen und Interessen, was ein ungewöhnlich hohes Potential für die Entwicklung des Kiezes in sich birgt und zugleich eine genauso große Herausforderung darstellt. 

Das hohe Engagement der immer aktiver werdenden AnwohnerInnen führt einerseits zu heftigen Auseinandersetzungen, andererseits gibt es der Entwicklung des Kiezes einen enormen Schwung. Hervorzuheben sind u.v.a. sowohl die bemerkenswerte Entwicklung in der Organisation der Nachbarschaft imWarthekiez, als auch das anhaltend starke bürgerschaftliche Engagement für den gesamten Kiez. Dies führte letztendlich zur Gründung des Bürgervereins Kiez in Aktion e.V. dessen ausgesprochenes Ziel es ist, den Kiez mit zu entwickeln und die Ausgestaltung des Nachbarschaftstreffs im Schillerkiez voranzutreiben.

Im Zentrum dieser Aktivitäten mit dem Ziel, den nachbarschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, kristallisiert sich die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Kommunikationskonzeptes heraus, welches den Wunsch nach Beteiligung unterstützt und das bislang noch unausgeschöpfte Potential innerhalb der Nachbarschaft aktiviert.Hierfür wird zum einen ein stabiler Ort gebraucht, an dem regelmäßig eine verlässlicheAnsprechperson zu finden ist, die fachkundige Anleitung und Beratung geben kann.Zum anderen braucht es die Möglichkeit, mobil und kreativ im Kiez zu agieren, um Themen medientechnisch und praxisorientiert anzugehen sowie Synergieeffekte, auch in die benachbarten Quartiere, zu erzeugen.

Die bisherigen Erfahrungen (z.B. im Rahmen des derzeit laufenden Filmprojekts in der Karl-Weise-Schule und der vorangegangenen Filmprojekte “Hechoem Kiez” und “Filmische Kiezdokumentation”) haben eindeutig gezeigt, dass eine verlässliche und kontinuierliche Zusammenarbeit insbesondere mit den Kindern und Jugendlichen im Quartier zu einer größeren Auseinandersetzung dieser mit ihrem Lebensumfeld führt. Bei Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen stellt außerdem die Aussicht auf ein größeres Publikum einen besonderen Anreiz dar, u.a. die Aufgabe der Dokumentation des Alltags zu übernehmen. Stellt man sich dieser Aufgabe, so ist die natürliche Konsequenz ein tieferes Verständnisdes eigenen Umfeldes.Eine unabdingbare Voraussetzung dafür, zukünftig selbst aktiv und gestalterisch seineUmgebung zum Positiven zu Beeinflussen.

Die Folgen - Medienkompetenz, Gebietskenntnis und Aktivierung der Bewohner- werden besonders von PädagogInnen geschätzt. Selten besteht die Möglichkeit, Kommunikationsmedien im Sinne der Kiezentwicklung zu nutzen. Oft ist eine große Hemmschwelle zu überwinden, um sich daran zu beteiligen. Aus diesemGrund müssen die BewohnerInnen befähigt werden, sich an diese Medien heranzuwagen, um deren Wirkungspotential zu verstehen.

  

Ziele

- Aufbau einer Medienwerkstatt mit laufendem Angebot:

Im Hinblick auf die steigende Nutzung insbesondere digitaler Medien und deren Allgegenwärtigkeit im Alltag gerade der Kinder und Jugendlichen wird mit dem Aufbau der Medienwerkstatt fürden Schillerkiez eine Möglichkeit geschaffen, die BewohnerInnen zu befähigen, mit Medien bewusst und kritisch umzugehen und zusätzliches Fachwissen zu erwerben. Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung sind Säulen, auf denen die Fähigkeit zur Beteiligung in unserer modernen Kommunikationsgesellschaft ruht und die es zu entwickeln gilt. Sie sollen

durch geeignete Maßnahmen anschaulich und praktisch erfahrbar gemacht werden. Erklärtes Ziel ist es,die Medienwerkstatt über den geplanten Förderzeitraum zu stabilisieren und zu erhalten. Die Unterstützung von aktiven BewohnerInnen und Akteuren bei der Selbstorganisation und dem Finden alternativer Finanzierungsmöglichkeiten wird gewährleistet.

 - Aktivierung zur Beteiligung, Vernetzung, Gebietsidentifikation und Gebietsgestaltung:

Anhand eines begleiteten Kiez-Dokumentations-Prozesses werden Menschen aus allen Altersgruppen dazu eingeladen und angeregt, sich mit ihrem unmittelbaren Lebensumfeld, dem QuartierSchillerpromenade, auseinanderzusetzen und mit anderen in Dialog zu treten.

Die Folgen hiervon sind für den Kiez in vieler Hinsicht von unschätzbarer Bedeutung: Stärkung der lokalen Identität, Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts, Aktivierung und Nutzung eines umfangreichen potentiellen Wissenspools innerhalb der Bevölkerung. Somit kann im gesellschaftlichen Austausch die Entwicklung des Kiezes sowohl abstrakt diskutiert als auch anhand konkreter Themen gemeinsam angegangen werden.Die verwendeten Medien dienen somit der Kommunikation und dem Zusammenhalt.

 

Projektlaufzeit:

1.8.2015-31.12.2016 und erneut ab 1/2017-12/2018

Projektmittel:

164.000€ und 50.000€

Ansprechpartner:

Michael Zambrano, Agnes Ludwig

info[at]schillerwerkstatt[.]de 

Projektträger:

AG Kiezdokumentation in Kooperation mit neukoellner.net und actionbound,

Ab 2017: AG Kiezdoku e.V.

Projektwebseite:

http://www.schillerwerkstatt.de/

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