html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Nachbarschaftsprojekt "Kontaktraum Schillerkiez"
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Nachbarschaftsprojekt "Kontaktraum Schillerkiez"

Ausgangslage:

Der Schillerkiez mit seinen 23.000 EinwohnerInnen besteht aus zwei durch Friedhöfe voneinander getrennten Kiezhälften. Die Eigentümerstruktur besteht überwiegend aus Einzeleigentümern. Der nachbarschaftliche Zusammenhalt und das Wissen voneinander im Kiez sind bisher entsprechend fragmentiert. Im Schillerkiez gibt es seit langem eine hohe Fluktuation der BewohnerInnen, so dass ein gegenseitiges Kennenlernen und Aufbauen von dauerhaft funktionierenden Hausgemeinschaften und Nachbarschaftsstrukturen nicht immer einfach ist und durch kurze Residenzzeiten häufig wieder verloren geht. Diese Situation wird aktuell dadurch verschärft, dass die Jahn-Sporthalle am Columbiadamm seit September 150 Geflüchteten als Notunterkunft dient. Die Integration der BewohnerInnen der Notunterkunft in die Strukturen des Kiezes – und damit explizit auch in die nachbarschaftlichen Strukturen – ist für die Entwicklung des Quartiers eine Notwendigkeit, um Spannungen vorzubeugen und das Zusammenleben aller im Quartier zu verbessern.

Sowohl im Rahmen der verstärkt stattfindenden Sanierungen und Hausverkäufe im Kiez als auch im Rahmen der Hilfe für die Geflüchteten kommt es zu nachbarschaftlicher Selbstorganisation bzw. verstärkter Nachfrage nach Beratungsangeboten und Fördermöglichkeiten. Diese Selbstorganisationsfähigkeit soll unterstützt und gestärkt werden.

Im Kiez sind Angebotsstrukturen für nachbarschaftlichen Austausch und Zusammenarbeit vorhanden (Nachbarschaftscafé Warthe-Mahl, Nachbarschaftstreff Schillerkiez, Familienzentrum Schillerkiez), deren Angebote weiter bekannt gemacht sollen und deren Nutzung durch sämtliche BewohnerInnen des Kiezes darüber hinaus weiter ausgebaut werden soll. Daneben existieren bereits unterschiedliche Initiativen von ehrenamtlich engagierten NachbarInnen und Einrichtungen, die den Geflüchteten Hilfe leisten. Diese sollen in Ihrer Arbeit unterstützt werden.  

Projektziele:

Schaffung von nachbarschaftlichen Strukturen im Kiez, auf Hausgemeinschafts-, Straßen und Kiezebene. Stärkung bereits bestehender Strukturen mit besonderem Augenmerk für die Zielsetzung der Integration der Geflüchteten. Unterstützung der Nachbarschaftseinrichtungen (Nachbarschaftstreff, Familienzentrum, Warthe-Mahl) sowie der ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe aktiven in Ihrer Öffentlichkeitsarbeit (Bekanntmachen von Angeboten und Nutzungsmöglichkeiten im Kiez) und Hilfe bei der Gründung von Hausvereinen. Grundlegende Verbesserung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts im Kiez.

1. Regelmäßige Angebote für nachbarschaftliche Zusammenkunft und gegenseitiges Kennenlernen.

2. Unterstützung von BewohnerInnen des Kiezes, Initiativen und Einrichtungen bei der Umsetzung von Ideen sowohl zur Verbesserung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts (Hilfe bei der ehrenamtlichen Umsetzung) als auch zur Förderung und Integration von Geflüchteten.

3. Für die Unterstützung von Ehrenamtlichen/Initiativen/Einrichtungen, die mit Geflüchteten arbeiten oder Geflüchtete unterstützen, können Sachmittel an diese weitergereicht werden.

4. Durchführung von  acht offenen Kennenlernangeboten in acht unterschiedlichen Mietshäusern/Einrichtungen im Kiez pro Jahr.

5. Durchführung von mindestens zwei hausübergreifenden öffentlichen Nachbarschaftsangeboten (Aktionen, kleine Feste, Events) pro Jahr.

6. Regelmäßige Vor-Ort-Besuche der Netzwerkeinrichtungen (QM, Warthe-Mahl, Nachbarschaftstreff Schillerkiez und Familienzentrum) zu Absprache und Austausch über die Zusammenarbeit.

7. Unterstützung von Hausgemeinschaften bei der Gründung von Hausvereinen, gemeinschaftlichen Aktivitäten und bei Bedarf Vermittlung zu Hilfsangeboten (Mieterberatung, Fundraisingberatung etc.) im Schillerkiez.

8. Regelmäßige Bekanntmachung der Angebote im Rahmen des Projekts im QM Gebiet Schillerpromenade.

9. Bei allen Schritten der Projektumsetzung sind die Möglichkeiten für die Einbindung von Geflüchteten zu ermitteln und zu berücksichtigen.

Projektlaufzeit:

4/2016-12/2018

Projektmittel:

63.000€

Projektträger:

Agentur SmArt - Stadtmuster Art.e.m Gbr

Umsetzung:

Umsetzung: