html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Neuer Park auf altem Friedhof
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Weihnachtsmarkt am Wartheplatz

Neuer Park auf altem Friedhof

Eröffnung des Anita-Berber-Parks mit Überraschungsgästen

Mit der offiziellen Eröffnung des Anita-Berber-Parks auf dem ehemaligen St. Thomas Friedhof am 10. Juli können nun alle Bürgerinnen und Bürger die Grünverbindung unter der alten Platanenallee zwischen Herrmannstraße und Flugfeld legal durchqueren, auf neuen Sitzmöbeln Platz nehmen und neuen Spielgeräten turnen und ihre Hunde in einem großzügigen Bereich frei laufen lassen.  

Senatorin Regine Günther der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz übergab den Park an die Öffentlichkeit und dankte dabei allen Beteiligten für das großartige Gemeinschaftsprojekt, an dem sich Bund, Land, Quartiersmanagement und AnwohnerInnen von der Planung bis zur Namensgebung beteiligt hatten. Die Parkerstellung erfolgte als Ausgleichsmaßnahme für die Autobahn A100, zu der der Bund rund 2 Millionen für den Grundstückskauf und die Umgestaltung zur Verfügung stellte. Das Land Berlin hat die Planungskosten übernommen, Parkbänke und Spielgeräte wurden aus dem Baufonds des Programms Soziale Stadt finanziert.

Das besondere des Parks sei, erläuterte die Senatorin, dass er durch die jahrzehntelange Friedhofsnutzung über eine große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren verfüge. Mit der Parknutzung bleibt dieser ökologisch bedeutsame Lebensraum für die Natur erhalten und trägt zugleich zur Erholung und Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger bei.

Dr. Franziska Giffey, die Neuköllner Bezirksbürgermeisterin, begrüßte ebenfalls den „Naturzuwachs“ mit dem neuen Park in ihrem dicht besiedelten Bezirk und war auch über die Namensgebung erfreut. Der Anita-Berber-Park erinnere an eine engagierte Frau, die sich für gesellschaftlichen Wandel und die Rechte der Frauen eingesetzt habe.

Anita Berber (1899 - 1928) war in den 20er Jahren eine legendäre Tänzerin und als Bühnen- und Filmschauspielerin  erfolgreich. Sie wurde auf dem St. Thomas Friedhof begraben.

Mit der Friedhofsnachnutzung als Park sieht Gunnar Zerowsky vom Quartiersmanagement eine städtebauliche Barriere im Quartier aufgehoben und zitierte aus einem Zeitungsartikel „Neuköllns Friedhöfe im Frühling“ von 8.5.1939:  „… in ferner Zukunft werden aus den Friedhöfen vielleicht Parkanlagen geworden sein, ...“ Modellhaft an dem Park sei auch der große Hundefreilauf, der über ein Drittel der Parkfläche ausmache. Er appellierte an die AnwohnerInnen, mit dem Park pfleglich umzugehen wie mit dem eigenen Hinterhof.

Für alle überraschend gesellten sich zwei „rote Damen“, im Stil der 20er gekleidet, zielstrebig zu der offiziellen Einweihungsgesellschaft und weckten mit einer szenischen Einlage große Aufmerksamkeit. Die beiden Schauspielerinnen Sylvia Schmid und Claudia Jakobshagen, die in ihrem Schauspielerleben immer wieder Begegnungen mit der sagenumwobenen Kultfigur Anita Berber hatten, beeindruckten mit einer Gedichts - Darbietung. Wie abgestimmt setzte Bridge Markland, Performance Künstlerin und Park-Anwohnerin, mit einer weiteren Einlage die Anita Berber-Inszenierungen fort.

Schlussendlich las Lothar Schmidt, Anita Berber Biograph, aus seinem zuletzt erschienen Buch „Anita Berber - Ein getanztes Leben“ vor der aufmerksam zuhörenden Runde.

An regenärmeren Tagen, als dem der Einweihung, werden die AnwohnerInnen im Schillerkiez den neuen Park vor ihrer Haustür vermutlich schnell entdecken und mit Leben füllen.  rs