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Planung und Gestaltung des Aussengeländes der Kinderwelt am Feld

Ausgangssituation:

Die Kinderwelt am Feld ist ein großes Kinder-, Jugend- und Familienzentrum des Bezirks Neukölln direkt am Tempelhofer Feld. Das Gebiet liegt fußläufig zum östlich angrenzenden Kiez um die Schillerpromenade. Die Nutzungsintensität ist entsprechend hoch und wird aufgrund der umliegenden Neubauaktivitäten erheblich steigen. Die Einrichtung verfügt über ein großes Außengelände, welches durch Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersgruppen (zwischen 5 und 15) sowie deren Eltern genutzt wird. 2018 und 2019 sollen die bestehenden Spiel- und Sportangebote einer Erneuerung bzw. zielgruppenorientierten Umgestaltung unterzogen werden.

Ziele:

Ziel ist die Vorbereitung von Freiflächenplanung durch ausführliche Einbeziehung der Nutzer/-innen und Mitarbeiter/-innen der Fläche. Der Schwerpunkt soll auf der Beteiligung der Kinder und Jugendlichen liegen, die die Einrichtung nutzen.

Am Ende des Projektes soll es eine partizipativ erarbeitete und breit kommunizierte Grundlage für eine Gesamtplanung geben. Ferner sind 2 oder 3 kleinere Teil-Projekte umgesetzt bzw. in Umsetzung.

Maßnahmen und Konzept:

1. Intensive Abstimmung mit den Akteuren vor Ort

Die pädagogischen Kräfte vor Ort kennen ihre regelmäßigen und gelegentlichen Besucher/-innen meist sehr gut. In einer ersten Arbeitssitzung werden Verfahren und Methode auf die Gegebenheiten und Entwicklungspotentiale abgestimmt. Ziel ist es eine angemessene Partizipation der Besucher/-innen der Kinderwelt zu entwickeln und im weiteren Verfahren mit allen Beteiligten abzustimmen.

Das beinhaltet auch eine Klärung wie innerhalb des Projektes Entscheidungen entstehen und verbindlich werden.

2. Regelmäßige Projekttreffen

Die Treffen dienen dem Beziehungsaufbau und lassen das Projekt eine „regelmäßige Instanz“ werden. Auf den Treffen werden je nach Verfahrensphase die gesamte Fläche bzw. Teilbereiche bearbeitet. Die Formate sind je nach Verfahrensstand unterschiedlich. Für die Teilflächen werden z.B. kombinierte Ideen- und Planungswerkstätten als Format eingesetzt. Das Treffen kann auch am Eingangsbereich als niedrigschwellige öffentliche Komm- und Geh-Runde mit Biertischgarnituren durchgeführt werden.

3.Gründliche Gesamtbetrachtung

Die Bewertung der gesamten Fläche erfolgt auf zwei Weisen. Zum einen „Aus dem Kopf“, also am Tisch mit Plan, zum anderen „mit genau hinschauen“, also nach Begehung der Fläche. Drüber hinaus wird über einen längeren Zeitraum eine breite Sammlung von Meinungen angelegt. Das erfolgt mit einer Fähnchen-Methode,die gut fortschreibbar ist und eine große Transparenz gewährt.

4. Ausgewählte Vertiefungsbereiche

Im Verfahren werden bis zu vier Vertiefungsbereiche festgelegt. Diese Bereiche werden von den Interessierten gemeinsam in Gruppenformaten bearbeitet. Geeignet sind dafür kombinierte Ideen- und Planungswerkstätten, die eine Bearbeitungskontinuität erfordern.

5. Grundsätzliche Transparenz

Da das Grundkonzept der Kinderwelt ein sehr offenes ist, kann nicht immer von Beteiligungskontinuität ausgegangen werden. Umso mehr kommt der Transparenz von Zwischenergebnissen etc. eine hohe Bedeutung zu. Die jeweiligen Projektstände sollen daher leicht verständlich zwischendokumentiert und ausgestellt werden. Das kann da, wo es sinnvoll und möglich ist, mit Kommentierungsmöglichkeiten versehen werden.

6. Enge Kooperation Beteiligung und Fachplanung

Das Büro stadt.menschen.berlin ist in seinem Grundverständnis ein „reines“ Beteiligungsbüro. Das heißt, dass bei Bedarf Fachplanungen separat erbracht werden. Dazu besteht eine sehr enge Kooperation mit dem Büro Frank von Bargen freier Landschaftsarchitekt. Das Büro von Bargen ist bei Schlüsselelementen der Beteiligung dabei. Ergebnisse aus Beteiligungsschritten und Planungsergebnisse werden auf kurzem Wege gegenseitig vermittelt und miteinander bearbeitet.

7. Reale Selbstwirksamkeit

Das Konzept setzt auf einen gemeinsamen mehrjährigen Entwicklungsprozess aller „kleinen und großen“ Akteure der Fläche, ohne „am Ende“ des Prozesses „nur geredet und nichts erreicht“ zu haben. Ziel des Verfahrens sind daher auch Produkte. Dies sind: ein Gesamtkonzept mit der Festlegung von Schwerpunkten, bis zu vier vertieft entwickelte (vorgeplante) Bereiche und bis zu drei kleinere Startprojekte, die möglichst jeweils im Sommer umgesetzt werden. Diese Projekte sollen so angelegt sein, dass sie zum Mit-Umsetzen anregen und eine Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an einer„Erfolgsgeschichte“ ermöglichen. 

 

Projektlaufzeit:

1-2018 bis 12-2019

Projektmittel:

52.000€

Träger:

Büro stadt.mensch.berlin 

Ansprechpartner:

Clemens Klikar