html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Selbstständig und selbstorganisiert – ein neuer Verein für das Kiezgewerbe
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Selbstständig und selbstorganisiert – ein neuer Verein für das Kiezgewerbe

Der Selbst-und-Ständig-Kiezsalon

Selbst und Ständig im Schillerkiez e.V. nennt sich der frisch gegründete Verein des Kiezgewerbes rund um die Schillerpromenade. Nach der Anschubvernetzung durch das QM-Projekt „Gewerbeplattform im Schillerkiez“, das mit dem Jahre 2018 zu Ende ging, hat sich nun eine eigenständige Gruppe Gewerbetreibender gefunden, welche selbstorganisiert und unabhängig für das Kiezgewerbe eintritt. Denn was wäre eine Nachbarschaft ohne nachbarschaftliches Gewerbe?

 

Am Abend des 30. April 2019 am Herrfurthplatz – Mario Landsmann empfängt die Selbst-und-Ständig-Gruppe zum Kiezsalon im Hinterzimmer seines Spirituosengeschäftes. Hier im Herzen des Schillerkiezes findet in persönlicher Runde und auf gemütlichen Couches das regelmäßige Treffen statt. Für Café, das Feierabendbier und Snacks ist gesorgt – beste Voraussetzungen für ein produktives Treffen also.

Eine gemeinsame Vision (gegen Verdrängung)

Der Verein aus Selbstständigen und Freiberuflern (und gleichzeitig auch BewohnerInnen) will sich zusammenschließen, vernetzen und vor allen Dingen herausfinden, was für andere Gewerbetreibende wichtig ist. Es soll eine Vision entwickelt werden, wie das gemeinsame Leben und Arbeiten im Kiez noch besser gestaltet werden kann. Die Identifikation mit dem Schillerkiez ist hierfür zentrale Grundlage, aber auch die gemeinsame Organisation gegen Verdrängung. Denn hiervon sind Gewerbetreibende genauso betroffen wie BewohnerInnen – rechtlich sind sie vor Mieterhöhungen und Kündigungen jedoch deutlich schlechter geschützt. Der Verein will den Anliegen der Selbstständigen eine Stimme geben und somit Nachbarschaft aktiv mitgestalten.

Das Kiezgewerbe sichtbarer machen

„Manchmal laufe ich sogar selbst an meiner eigenen Praxis vorbei“, sagt Darja vom raum5 in der Mahlower Straße, einem Praxisraum für Körperarbeit. Das Team sei nicht nur daran interessiert, dass ihre PatientInnen die Räumlichkeiten unkompliziert finden, sondern auch an einer Öffnung hin zur Straße, einer Präsenz in der Nachbarschaft. Die Anwesenden sind sich einig, dass das Kiezgewerbe ganz grundsätzlich mehr Sichtbarkeit benötigt. In den Köpfen der BewohnerInnen – aber auch im öffentlichen Raum.

Mit kleinen Aktionen auf der Straße kann diesbezüglich schon viel erreicht werden kann. Zum Beispiel könnten selbstgebaute Beschilderungen oder Wegweiser die Aufmerksamkeit für Ladenlokale verbessern. Auch temporäre Installationen wurden mit tollen Referenzen diskutiert. Zum Beispiel im Rahmen von 48h Neukölln oder auf dem Umweltfest wäre einiges denkbar. Eine Baumscheiben- und Sitzgelegenheiten-Bauaktion zum Straßenfest in der Mahlower wurde als Idee bereits konkretisiert.

Vernetzung mit anderen Schillerkiezprojekten

Mit den geplanten Aktionen im öffentlichen Raum gibt es viele gemeinsame Interessen und Überschneidungen mit anderen Kiezprojekten, wie z.B. dem Schillernden Kiez. Da sowohl Trial&Error als auch die Schillerkieznachbarn beim Kiezsalon vertreten sind, kann hier z.B. in Bezug auf positive Anti-Müllaktionen wertvolle Vernetzungsarbeit stattfinden. Auch zum Thema Verkehrsberuhigung gab es schon Austausch mit dem Inklusionsprojekt, welches für ein Design for All im Schillerkiez plädiert. Aber auch mit der Verkehrsberuhigung ist es eben so eine Sache. Es muss natürlich auch Alternativen für weniger mobile Menschen geben – der Verein will hier weiter diskutieren.

Die nächsten Schritte

Allerdings wird natürlich nicht nur diskutiert, sondern auch in Aktion getreten! Selbst und Ständig wird bald die Homepage der Gewerbeplattform übernehmen und teilt bereits einen gemeinsamen Kalender für Kiezveranstaltungen. Das Logo ist in der Mache und viele der 40 Gewerbetreibenden, die bereits im Newsletter sind, wollen in den Verein eintreten – die Mitgliedsanträge können bald ausgefüllt werden. Bis dahin werden die Kiezsalon-Treffen stets auf der Webseite der Gewerbeplattform angekündigt. Alle, die Lust haben sich für das Kiezgewerbe einzusetzen, zu diskutieren und an der gemeinsamen Vision zu arbeiten, sind herzlich eingeladen! Die Treffen werden hier angekündigt und finden wie gewohnt im Kiezsalon bei Landsmann Spirituosen am Herrfurthplatz 11 statt.

 

 

Alina Schütze