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St. Thomas: Vorstellung der Planung

Plan Seite Oderstraße
Plan Seite Hermannstraße

Am Dienstag, den 17.11.2015 fand die dritte und letzte Veranstaltung im Rahmen des Beteiligungsprozesses zur Umgestaltung der ehemaligen Friedhofsfläche "St.Thomas Neu", auf der die bisherigen Planungen und der projektierte Zeitablauf vorgestellt wurden, statt. Die Fläche des entwidmeten Friedhofs der St.Thomas Gemeinde zwischen Herrmannstraße  und Oderstraße soll als Ausgleichsfläche für den Weiterbau der Bundesautobahn A100 in eine naturnahe Grünfläche umgewandelt werden. Dazu soll die Fläche noch in diesem Jahr von der Senatsvewaltung für Stadtentwicklung im Auftrag des Bundes aufgekauft werden. Der Friedhof selbst ist bereits entwidmet und von allen Grabstätten befreit.

Knapp 30 AnwohnerInnen waren erschienen, um sich das Ergebnis des Beteiligungsprozesses erläutern zu lassen und ihre Anregungen für den nun folgenden Detailabstimmungsprozess zu geben. Hier ist der Prozess dokumentiert. 

Eines der kontroversesten Themen in dem Prozess war sicherlich das "Hundethema". Zur Zeit wird der ehemalige Friedhof vor allem als Hundeauslaufplatz genutzt. Deswegen und weil die HundebesitzerInnen sich auch um den Ort kümmern, aufräumen und ähnliches, betrachten sie ihn weitgehend als ihren Raum. Dementsprechend wird der zukünftege Park einen ziemlich großen Hundeauslauf enthalten, der nicht mit einem Zaun, sondern eher mit einer "Sichtmarkierung", wie einer Hecke oder einer niedrigen "Abpflanzung“ abgegrenzt werden wird. Frau Koll-Hortien von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltbetonte, dass es sich um ein "ungewöhnliches Arrangement" handle, da Hunde eigentlich an der Leine zu halten seien. Die Senatsverwaltung würde sich darauf einlassen, da Absprachen mit den HundbesitzerInnen unter dem Motto „gegenseitige Rücksichtnahme“ zu der Hoffnung Anlaß gaben, dass diese Nutzung gelingen könnte. Dies erfordere allerdings Kommunikation in dem zukünftigen Park. Eventuell müsse man nach einem Jahr prüfen, wie das Arrangement funktioniere.

Das geplante „grüne Klassenzimmer“ für die angrenzende Carl-Legien-Schule in der Leinestraße wird nicht so nah an der Schule sein, wie man vielleicht denken könnte. Einerseits soll aus der Park keine akkustische oder optische Störung für die SchülerInnen erfolgen, andererseits befinden sich in unmittelbarer Nähe der Schule besonders wertvolle, artenreiche Wiesen, die erhalten bleiben sollen.

Bisher geplant sind sechs barrierefreie Eingänge und vier nicht barrierefreie Eingänge. Es gab allerdings ein längere Diskussion darum, mehrere Eingänge wieder zu schließen. Andererseits war bei vorherigen Gesprächsrunden deutlich der Wunsch nach mehr Eingängen geäußert worden.

Im Eingangsbereich von der Herrmannstraße soll es mehrere Bänke, eine Infotafel und Anschließmöglichkeiten für Fahrräder geben. Der Grüne Weg wird zum Fahrradweg, der Fußverkehr soll deutlich durch den Park geführt werden. Noch keine Entscheidung gibt es über ein gastronomisches Angebot. Dies ist Gegenstand der Detailplanung zwischen Senat, Bezirk und Bund. Der Imbiß "Bei Papa" bietet sich zur Erweiterung an, allerdings ist eine weiter Bebauung bei Ausgleichsflächen nicht vorgesehen. Der Wunsch nach einer "moderierten Toilette" könnte hier aber die Oberhand gewinnen.

Der Bauablauf ist abhängig von den Eigentumsverhältnisse, noch gehört das Gelände der Kirche. Die Kaufverhandlungen dauern an, Ziel der Senatsverwaltung ist es. diese bis Ende des Jahres, spätestens zun Ende des 1. Quartal 2016 abgeschlossen zu haben. Die notwendigen Fällungen müssen aber bis Ende Februar abgeschlossen sein. Danach dürfen wegen der Brutzeiten keine größeren Baumarbeiten mehr stattfinden. Erst dannach können die anderen Arbeiten beginnen, die sich in zwei Bauabschnitte aufteilen sollen, damit ein Teil des Geländes weiterhin nutzbar sein wird. Ziel ist ein Bauende Ende 2016.

Es wird ein Wettbewerbsverfahren zur Namensfindung vom QM geben, über dessen Modalitäten noch entschieden wird. 

Frau Koll-Hortien drückte abschließend ihre Hoffnung, dass die anfänglich vorhandene Skepsis während des Verfahrens ausgeräumt werden konnte und man zu einem für alle Beteiligten befriedigenden Ergebnis gekommen sei. 

Am 13. April um 16.30 Uhr wird es nochmals eine Führung von Herrn Machatzi, einem Mitarbeiter des Landesamt für Naturschutz zur biologischen Vielfalt auf dem St. Thomas Friedhof geben.