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Unter dem Regenbogendach der Inklusion / Nachtundnebel 2013

Das Projekt ist in die Teilprojekte "Body Bilder" und "Farben-Blind" untergliedert.

Die Projekte wenden sich Behinderte wie nicht-behinderte Menschen. Mit Schwerpunkt auf Blindheit und psychisch-geistiger Beeinträchtigung. Die einzelnen Projekte finden zeitlich versetzt statt, mit einer Mischung aus aktiven Teilnehmern an den Workshops einerseits und das Publikum, das die Arbeitsergebnisse während den Präsentationen besucht.

Am Ende des Projekts sollte es gelungen sein, etwas zur Sensibilisierung gegenüber den Notwendigkeiten von Barrierefreiheit und dem Verständnis für die die vielfältigen Bedingungen von Behinderungen beizutragen. Sich mit den Abweichungen von der Norm zu beschäftigen, ermöglicht immer auch die - positive- Auseinandersetzung mit dem „Fremden und Andersartigen“.

Geplant sind die beiden Workshops Body Bilder und Farben-Blind, die von erfahrenen KünstlernInnen geleitet werden. In zwei Paaren von denen jeweils eine Person blind oder sehbehindert ist, der/die Partner/in aber sehend.

Alle Werke sollen im Anschluss des Projektes im Schillerpalais ausgestellt werden. Es soll außerdem eine Broschüre aus einigen Bildern und Fotos der Aktionen gedruckt und kostenlos an alle Teilnehmer/innen als Erinnerung verteilt werden.

 

BODY BILDER

Mit diesem Workshop wird versucht, zwischen den Dimensionen des Tastbaren und des Sichtbaren zu vermitteln. Es soll blinden Menschen einen Eindruck davon geben werden, was sichtbare Bilder sind und wie sie funktionieren und gleichzeitig sehenden Menschen gezeigt werden, was der Tastsinn für Möglichkeiten bietet, die durch den Sehsinn nicht ersetzt werden können.

Dazu werden zu Beginn praktische Übungen und Experimente mit der Wahrnehmung durchgeführt, bei denen die TeilnehmerInnen des Workshops sensibilisiert werden und dabei eine gemeinsame Sprache finden, um miteinander verständlich über Bilder sprechen zu können.

Das Hauptziel des Workshops wird sein, als Gruppe und individuell Bilder zu produzieren, die von Blinden, Sehbehinderten und Sehenden wahrgenommen und somit Teil einer gemeinsamen Welt werden können. 

Der Workshop wird ausdrücklich inklusiv sein und neben Blinden und Sehenden sind natürlich auch Sehbehinderte eingeladen, darin teilzunehmen. Einer der beiden Workshopleiter ist zudem selbst sehbehindert.

Farben-Blind

Es sollen Vorurteile gegenüber blinden Menschen abgebaut werden. So sollen Besucherinnen und Besucher jeden Alters ermutigt werden, gemeinsam mit sowohl einer blinden als auch einer sehenden Seminarleiterin zu malen. Auch werden Menschen mit anderen Behinderungen zur Teilnahme ermutigt, so daß man sich gegenseitig kennenlernt und vor der Andersartigkeit die Schwellenangst verliert.

Der Überraschungsmoment wenn die Augenbinde abgenommen wird, soll in angenehmer Erinnerung bleiben. Nun kann man das Bild ggf. sehend ergänzen, nicht korrigieren.

In den Workshops werden unter Anleitung sowohl einer blinden als auch einer sehenden Künstlerin Fingerfarben, Strukturmaterialien, Naturmaterialien, Glitzer-, Streu-, Dekomaterialien, Tonpapier und Stoffreste angeboten und es wird angeregt diese auf Zeichenkarton oder auf Keilrahmen zuerst blind mit einer Augenbinde aufzutragen. Man kann sich einer Schere, Spachteln oder Pinsel bedienen. Danach wird die Augenbinde abgenommen und das Bild kann im sehenden Zustand fertig gestellt werden. Doch es besteht die Möglichkeit, das Bild komplett im blinden Zustand zu gestalten. Nach der Trocknung werden die Bilder mit Farbloslack lackiert, damit die Fingerfarben glänzen.

Jede/r Anwohner/in des Schillerkiezes und Interessierte ist herzlich willkommen.

 

Projektmittel: 5.620

Laufzeit: 5. 2013 - 11. 2013

Träger: Schillerpalais e. V.

 

 

Projektdurchführung

Publikationen:

Flyer

Sachbericht: