html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: #schk – ein Bunter Tisch voller Ideen!
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Dienstag, 18. Dezember 2018  18:30 Uhr

Mieterberatung

Dienstag, 25. Dezember 2018  18:30 Uhr

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#schk – ein Bunter Tisch voller Ideen!

Der Bunte Tisch ist das monatliche Vernetzungsformat des Projekts Schillernder Kiez. Dort soll diskutiert werden, was es eigentlich bedeutet den öffentlichen Raum nachbarschaftlich zu gestalten. Die erste kleine aber feine Runde zeigte deutlich das Interesse am Thema und die vielen schon existierenden Ansätze im Kiez. Ruta und Max vom Projektträger Kulturlabor Trial&Error haben bereits den Kontakt zu vielen Initiativen aufgenommen.

Die vielfältige Initiativenlandschaft kennenlernen

Die Gastgeber des CommonsLab – Katharina und Melissa – erzählen z.B. von ihrer Arbeit als Nachbarschaftslabor im Schillerkiez. Zum Thema urbane Gemeingüter und alternativem Wirtschaften veranstalten sie Lesekreise, Workshops und Interventionen im Kiez. Auch sie sind schon vielseitig vernetzt und in ihren Räumlichkeiten in der Schillerpromenade 4 (ehemaliges Schillerpalais) arbeiten zahlreiche KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und AktivistInnen, die sich dem Thema aus verschiedensten Perspektiven nähern.

Agnes von Kunst-Stoffe (Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien e.V.) berichtet über die Arbeit im gemeinnützigen Verein, der sich ebenfalls mit dem Thema Wiederverwendbarkeit und Upcycling von Materialien beschäftigt. Neben dem Materriallager in der Rollbergstraße 26 betreiben sie ein Repair Café und einen Lastenradverleih und auch Bildungsarbeit gehört zu ihren Aufgaben.

Das Format Bunter Tisch: Netzwerkbildung, Workshops, Veranstaltungen, Umwelt und Nachbarschaft

Der monatliche Bunte Tisch soll genau dafür da sein: sich gegenseitig über seine (Pionier-)Arbeit informieren, Veranstaltungen teilen, Netzwerke aufbauen. Denn für den Schillernenden Kiez ist es wichtig die Bedarfe im Kiez aus verschiedensten Perspektiven zu hören. Die anwesende QuartiersrätInnen geben ebenfalls Input zu den drängenden Problematiken im Kiez. Mit dem Bunten Tisch werden gezielt und abwechselnd Institutionen, Einrichtungen und Initiativen besucht, die verschiedene Zielgruppen ansprechen. Die Gewerberunde, die Stadtteilmütter und die Kiez- und Jugendeinrichtungen sind z.B. mögliche zukünftige KooperationspartnerInnen.
Erst müssen Bedürfnisse identifiziert werden, dann tritt man gemeinsam in Aktion. Fokusgruppen zu bestimmen Themen sollen hierbei helfen. Trial&Error will so auch die lokale Akteursstruktur mit der vorhandenen QM-Förderung mit Workshops etc. unterstützen. Sie wünschen sich eine langfristige Perspektive für das Projekt und den Aufbau eines Netzwerkes, das auch nach der QM-Förderung stark bleibt. Viele Ideen wurden am Dienstag zum ersten Bunten Tisch geboren: Warum nicht mit Trödlern im Kiez kooperieren, ein Umsonstkaufhaus initiieren und mit Handwerkern, Polstereien o.ä. kollaborieren, um Neues aus Altem zu schaffen.

Daher sind die wichtigen Pfeiler des Projekts Netzwerkbildung, Workshops, Veranstaltungen, Umwelt und Nachbarschaft: „Wir wollen das Bewusstsein schaffen nicht alles einfach so wegzuwerfen!“ sagt Ruta von Trial&Error. Andere Initiativen zu verstehen und zu vernetzen ist wichtig, aber am Ende sind sie der Schlüssel zu den BewohnerInnen im Kiez, die anfangen müssen umzudenken.

„Bring dein Shit!“ Vielfältige Formate und Ansätze führen zum Ziel

Es gibt bereits einige erprobte Ideen für den Kiez: Tauschboxen, selbstgebaute Sitzmöbel, Baumscheibenkonstruktionen oder Pfandboxen sind auch im Schillerkiez denkbar. Was genau passieren soll, wird aber mit den Akteuren vor Ort entschieden. Trash Art im öffentlichen Raum, Guerilla Infos, Workshops und andere Aktionen sind für die kommenden Monate vorgesehen. Wie wäre es z.B. mit einem Museum of Trash, das Anekdoten zu kleinen ungewollten Objekten sammelt? Oder einer Möglichkeit Altplastik einzuschmelzen und Nützliches daraus zu machen? Außerdem sollen die Aktionen mit spielerischen Bildungsangeboten kombiniert werden. Ab Mai wird es wieder verstärkt Aktionen im öffentlichen Raum geben.

Mit ihrem Sperrgut-& Tauschmarkt, der am Samstag erstmals erprobt wird, will der Schillernde Kiez neue Wege finden nachhaltiger mit den vorhandenen Ressourcen im Kiez umzugehen als sie direkt von der BSR abholen und verschrotten zu lassen. Reparieren und recyclen, tauschen und upcyclen: die Ideen zur Wiederverwertung sind jedenfalls vielseitig. Schaut vorbei und lasst euch überraschen, was sich alles aus vermeintlichem Schrott zaubern lässt!


Hinweis: Der Sperrgut-& Tauschmarkt wird diesen Samstag, den 6. Oktober, von 12 bis 16 Uhr auf dem Herrfurthplatz stattfinden.



Alina Schütze